T-Mobile US und Sprint beenden Fusionsgespräche

Die Telekom-Tochter T-Mobile US und der Wettbewerber Sprint haben ihre Gespräche über einen Zusammenschluss ihres USA-Geschäfts beendet. Wie die Deutsche Telekom am Samstagabend in Bonn mitteilte, konnte in den vergangenen Monaten keine Einigung über die Rahmenbedingungen für eine Fusion erzielt werden. Die Gespräche zwischen den beiden Anbietern sowie der Deutschen Telekom und dem japanischen Telekommunikationsriesen Softbank als Mehrheitsaktionäre seien daher beendet worden.

"Wir haben immer gesagt, dass ? unter geeigneten Bedingungen - ein Zusammenschluss von T-Mobile mit einem anderen Unternehmen Kunden zusätzliche Vorteile und allen Aktionären Wertsteigerungs-Perspektiven bieten kann. Diese Bedingungen waren hier nicht zu erreichen", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Telekom, Tim Höttges. Die Deutsche Telekom hält 64 Prozent der Anteile von T-Mobile US.

US-Medien hatten bereits im Februar berichtet, dass Softbank in den kommenden Monaten mit der Telekom über einen Zusammenschluss von Sprint und T-Mobile US verhandeln könnte. Japans führendes Telekommunikationsunternehmen hatte Sprint vor drei Jahren teuer eingekauft. Anfang Februar erklärte Konzernchef Masayoshi Son, er habe zunächst auch T-Mobile kaufen und beide Unternehmen fusionieren wollen - dieser Plan sei aber an den Wettbewerbshütern gescheitert.