T-Mobile und Sprint nähern sich an – das ist der aktuelle Stand

Benedikt Kaufmann
1 / 1
T-Mobile US dringt in TV-Geschäft vor

Es sickern weitere Details aus den Gesprächen zwischen Sprint und T-Mobile US sowie den jeweiligen Mutterkonzerne Deutsche Telekom und Softbank durch. Laut Bloomberg ist die Softbank bereit, für den viertgrößten US-Mobilfunker Sprint eine Bewertung in Höhe des derzeitigen Börsenwerts zu akzeptieren. Ein Deal wird immer wahrscheinlicher.

Bereits in der vergangenen Woche berichteten Insiderquellen gegenüber CNBC, dass eine mögliche Fusion durch einen Aktientausch zustande kommen und die Deutsche Telekom hierbei als Mehrheitseigner hervorgehen dürfte. Jetzt werden zusätzliche  Details bekannt: Laut Bloomberg erwartet Sprints größter Anteilseigner Softbank (hält rund 84 Prozent) keinen großen Aufschlag und würde sich auch mit einem Deal zufrieden geben, in dem der viertgrößte US-Mobilfunkkonzern mit ungefähr 34 Milliarden Dollar bewertet wird. Das entspricht der aktuellen Marktkapitalisierung von Sprint. Geht man tatsächlich von einer Übernahme durch einen Aktientausch aus, würde die Softbank in diesem Szenario 33 Prozent erhalten – die Deutsche Telekom würde dagegen auf 39 Prozent kommen.

Die Quellen berichten jedoch weiter, dass die Deutsche Telekom einen Deal unter der aktuellen Marktkapitalisierung Sprints bevorzugen würde, der den Softbank-Anteil auf 30 Prozent begrenzt. Der Konzern sei jedoch bereit sich dem aktuellen Marktwert Sprints weiter anzunähern.

Ein erfolgreicher Abschluss rückt näher

Ein Preis steht damit nicht fest – ebenso wenig ist das Wie des Deals sicher. Die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Abschlusses der Gespräche ist jedoch weitaus wahrscheinlicher als bei vergangenen Verhandlungen. Bereits vor über zwei Jahren verhandelten T-Mobile US und Sprint erstmals über eine Übernahme zu einem Preis von 35 Dollar je Aktie.

Aus Sicht der Konzerne macht eine Übernahme Sinn – Experten erwarten Kosteneinsparungen zwischen sechs und zehn Milliarden Dollar. Zeitgleich würde der Zusammenschluss der Nummer 3 und 4 des US-Mobilfunkmarktes den Vorsprung der großen Konkurrenten AT&T und Verizon aufholen.

Dabei bleiben!

Das tatsächliche Zustandekommen einer Fusion dürfte weiteres Kurspotential für T-Mobile US und die Deutsche Telekom vorhalten. DER AKTIONÄR setzt das Kursziel für die Telekom-Tochter auf 70,00 Euro – Zielkurs für die Telekom-Aktie ist 18,00 Euro. Dabei bleiben!