Türkischer Verband sperrt Deniz Naki lebenslang

Der ehemalige Spieler des FC St. Pauli protestiert vor dem UN-Gebäude in der Schweiz gegen die türkische Intervention in Syrien.

Deniz Naki ist von der türkischen Fußballföderation lebenslang gesperrt worden. Das gab der Verband am Dienstag auf seiner Webseite bekannt. Als Grund gab die TFF an, Naki habe sich der "Diskriminierung und ideologischer Propaganda" schuldig gemacht. Zudem wurde eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 58.000 Euro gegen den 28-Jährigen verhängt. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, Nake sei "lebenslang vom Fußball verbannt worden".

Naki wuchs in Düren auf und spielte jahrelang in Deutschland, bei Bayer Leverkusen, dem SC Paderborn und dem FC St. Pauli. Mittlerweile steht er beim kurdischen Klub Amed SK unter Vertrag. Der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler, der als Kritiker des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gilt, war Anfang des Jahres in der Nähe seiner Heimatstadt auf der A4 aus einem fahrenden Auto beschossen worden. 

Da er in der Vergangenheit häufiger aufgrund pro-kurdischer Aussagen auf Kritik in der Türkei stieß, sieht Naki sich als "Zielscheibe" des politischen Regimes. Wegen "massiver Sicherheitsbedenken" möchte der Angreifer nicht mehr in die Türkei zurückkehren.