Türkischer Banker in New Yorker Sanktionsprozess schuldig gesprochen

Türkei weist New Yorker Urteil gegen türkischen Banker zurück

Der türkische Banker Hakan Atilla ist in den USA im Zusammenhang mit illegalen Geschäften mit dem Iran schuldig gesprochen worden. Ein Geschworenengericht in New York befand den frühere Vizechef der türkischen Halkbank am Mittwoch in fünf Anklagepunkten wegen Bankbetrugs und Verschwörung für schuldig.

In dem Prozess geht es um Goldgeschäfte mit dem Iran, die aus der Sicht Washingtons gegen US-Sanktionen verstießen. Als Zeuge der Anklage sagte der türkisch-iranische Goldhändler Reza Zarrab aus, der in den Jahren 2010 bis 2013 über die Halkbank große Mengen Gold in den Iran gebracht haben soll, um damit iranische Gas- und Öllieferungen zu bezahlen.

Zarrab hatte auf schuldig plädiert und sagte vor Gericht als Zeuge der Anklage aus. Nach seinen Angaben war die türkische Führung um Präsident Recep Tayyip über seine Goldgeschäfte informiert.

Die türkische Justiz hatte kurz nach Beginn des Prozesses ein Verfahren gegen Zarrab wegen "Spionage" eröffnet und sein gesamtes Vermögen in der Türkei beschlagnahmt. Ankara weist die Vorwürfe vehement zurück und hat den Prozess als "Verschwörung" verurteilt.