Türkische Politikerin Meral Akşener zur Offensive in Syrien

Die Vorsitzende der "İyi Parti", der "Guten Partei" in der Türkei, Ex-Innenministerin Meral Akşener, sprach in einem Exklusiv-Interview mit "euronews".

Während ihrer Reise in die syrischen Grenzstädte äußerte sie sich zur türkischen Militäroffensive "Operation Olivenzweig" und zur Syrienpolitik des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan:

"Leider hat sich die Türkei zu einem Land entwickelt, in dem die Außenpolitik weder im Parlament noch in der Öffentlichkeit debattiert wird. Die Außenpolitik ist geprägt von den Äußerungen Herrn Erdogans. Daher stehen wir jeden Tag vor anderen Konsequenzen.

Ich möchte folgendes zur Freien Syrischen Armee sagen: Wir haben jetzt eine verspätete Militär-Operation gestartet, die darauf abzielt, die Sicherheit der Türkei nach internationalem Recht zu gewährleisten. Das nennt man keinen Krieg.

Wie gesagt, wir haben eine Operation gestartet. Das ist legitim für die Türkei. Herr Erdogan hat erklärt, dass alles getan wird, was zu tun ist und erst dann wird es vorbei sein. In diesem Zusammenhang agiert die Freie Syrische Armee als Freund, sowohl nach Internationalem Recht als auch im Sinne der Außenpolitik.

Die USA auf der einen Seite und Russland und der Iran auf der anderen Seite. Dazu eine Politik, die nur von dem Chef der regierenden AK Partei geformt wird. Sogar das Außenministerium ist deaktiviert. Wir sind nicht in der Position "Ja" oder "Nein" zu sagen".