Türkische Behörden nehmen mehr als hundert mutmaßliche IS-Mitglieder fest

Flaggenschwenken zum türkischen Nationalfeiertag

Bei Razzien in mehreren Landesteilen haben türkische Sicherheitskräfte am Wochenende mehr als hundert mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Einige der Verdächtigen hätten Anschläge vorbereitet, die am Sonntag - dem türkischen Nationalfeiertag - verübt werden sollten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Unter den Festgenommenen waren 28 Syrer und zwei Aserbaidschaner.

In der Hauptstadt Ankara wurden den Angaben zufolge 49 Verdächtige abgeführt, in einem Geschäftsviertel der Millionenmetropole Istanbul vier weitere. Zudem wurden 22 Festnahmen aus der Stadt Erzurun im Osten des Landes und 39 aus der Provinz Bursa im Nordwesten gemeldet.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Dogan zufolge wurde im Auto der Istanbuler Festgenommenen eine selbst gebaute Bombe gefunden. Die Türkei beging am Sonntag den 94. Jahrestag der Republikgründung.

In den vergangenen zwei Jahren wurden in der Türkei mehrere schwere Anschläge verübt, für die der IS verantwortlich gemacht wird. In Istanbul tötete ein dschihadistischer Angreifer in der Silvesternacht in einem Nachtclub 39 Menschen.