Türkei hofft auf Formel-1-Rennen 2021, aber nicht im Vietnam-Slot

Norman Fischer
·Lesedauer: 1 Min.

Die Türkei hofft weiter auf ein langfristiges Comeback in der Formel 1 und hofft noch auf einen Platz im Kalender für die Saison 2021. Durch das Wegfallen von Vietnam ist am 25. April noch ein Slot im Kalender frei, doch genau diesen wird die Türkei auf keinen Fall besetzen, weil er in den heiligen Monat Ramadan fällt.

"In muslimischen Ländern werden keine Rennen während Ramadan abgehalten, weil die Fans nicht kommen wollen, während sie fasten", sagt Vural Ak, Geschäftsführer von Streckenbetreiber Intercity, gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters'. "Wir legen keine Rennen in den Ramadan."

In der Türkei hofft man eher auf ein Rennen zwischen Juni und September, muss dafür aber darauf bauen, dass andere Rennen aufgrund der anhaltenden Coronasituation wegbrechen. Formel-1-Sportdirektor Steve Nielsen bestätigte gegenüber türkischen Medien Gespräche, betonte aber auch, dass es schwierig zu sagen sei, ob die Türkei einen Slot für 2021 bekommen könnte.

Für Ak ist aber bereits klar, dass es nach dem überraschenden Comeback 2020 weitergehen soll: "Wir haben nicht nur für ein Rennen so viel Aufwand betrieben."

Geschafft hat man das alles ohne Geld von der Regierung und würde auch in Zukunft auf eine Finanzierung durch den privaten Sektor schauen. "Ich denke, dass wir diesen Übergangsprozess durch COVID überstehen können und die Formel 1 ohne Frage für zehn Jahre in Istanbul ausrichten könnten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.