Syriens Staatsmedien melden Beginn des Abzugs der Rebellen aus Duma

In der syrischen Region Ost-Ghuta haben die letzten dort verbliebenen islamistischen Kämpfer laut Staatsmedien mit dem Abzug begonnen. Zunächst vier Busse brachten Rebellen der Dschaisch al-Islam und ihre Familien aus der Stadt Duma bei Damaskus

In der syrischen Region Ost-Ghuta haben die letzten Rebellen laut staatlichen Medienberichten vom Montag mit dem Abzug begonnen. Zwei Busse sollten die ersten Kämpfer der Gruppierung Dschaisch al-Islam und ihre Angehörigen aus der früheren Rebellenhochburg bei Damaskus bringen, berichtete das syrische Staatsfernsehen. Ihr Ziel sei die Stadt Dscharabulus in Nord-Syrien, die noch von Rebellen kontrolliert wird.

Am Sonntag hatten syrische Medien, Russland und Aktivisten gemeldet, dass Dschaisch al-Islam einer Vereinbarung zum Abzug aus dem letzten von Rebellen gehaltenen Gebiet in Ost-Ghuta zugestimmt habe. Die Gruppierung selbst bestätigte dies zunächst nicht.

Mit massiven Luftangriffen, Belagerungen und Vorstößen am Boden hatten die syrische Armee und die verbündete russische Luftwaffe die Rebellen seit Beginn der Offensive Mitte Februar immer stärker in Bedrängnis gebracht. Nach und nach brachen sie den Widerstand und übernahmen frühere Rebellenbastionen. Nur das städtische Zentrum von Duma befand sich zuletzt noch unter Kontrolle von Rebellen.

Für Syriens Machthaber Baschar al-Assad wäre die komplette Rückeroberung von Ost-Ghuta ein großer Sieg. Wegen ihrer Nähe zu Damaskus hat die Region eine besondere strategische und symbolische Bedeutung.