Syrien: Rebellen und Zivilisten beginnen Abzug aus Duma

Kämpfer der radikal-islamischen Gruppe Dschaisch al-Islam ("Armee des Islam") und ihre Familien werden offenbar aus der syrischen Stadt Duma evakuiert. Sie sollen mit Bussen in die Region Dscharablus in Nordsyrien gebracht werden, berichten syrische Medien und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Der russische Generalmajor Juri Jewtuschenko bestätigte, dass das russische Militär mit den Rebellen eine Vereinbarung ausgehandelt habe. Demnach sollen rund 8.000 Kämpfer und deren Familienmitglieder die Stadt verlassen, im Gegenzug sollen Gefangene und Geiseln freilassen. Rund 100 Busse seien bereits in der Stadt, um mit den Evakuierungen zu beginnen.

Duma war die letzte Hochburg der Rebellen in der Region Ost-Ghouta, unweit der syrischen Hauptstadt Damaskus. Zuvor waren die Verhandlungen zwischen der syrischen Regierung und den Rebellen gescheitert. Daraufhin hatte das syrische Militär mit russischer Unterstützung die Angriffe auf die in Ost-Ghouta gelegene Stadt wiederaufgenommen.