Syrien: Kämpfe in Albu Kamal und Ghuta Region

Albu-Kamal, eine Stadt im Osten Syriens, an der Grenze zum Irak. Aufnahmen von Medien der syrischen Regierungstruppen (Syrian Central Military Media) zeigen russische Luftangriffe auf Gebiete, die ihnen zufolge von der Terrormiliz Islamischer Staat kontrolliert werden. Syrische Regierungskräfte greifen die Stadt und ihre Umgebung zusammen mit Kämpfern der Schiitenmiliz Hisbollah und der Einheit Fatemiyoun vom Boden aus an.

IS-Kämpfer hatten Albu Kamal Aktivisten zufolge vor einer Woche vollständig zurückerobert, nachdem Damaskus die Stadt eigentlich für befreit erklärt hatte. Auf beiden Seiten gab es viele Tote.

Die Grenzstadt ist strategisch wichtig, da sie die IS-Gebiete in Syrien und im Irak miteinander verbindet. Die Extremisten haben nach Angaben der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition mittlerweile mehr als 95 Prozent ihres früheren Herrschaftsgebietes in den beiden Ländern verloren. Sie kontrollieren nur noch wenige von Wüste geprägte Regionen an der Grenze.

Auch die Kämpfe zwischen Truppen von Staatschef Baschar al-Assad und Rebellen gehen in dem vom Bürgerkrieg zerstörten Land weiter. Auf sozialen Netzwerken wurden Videos hochgeladen, die von angeblichen Luftangriffen in der Region Ghuta, im Osten der Hauptstadt Damaskus berichten. Laut diesen Berichten, die auch von der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London bestätigt werden, seien über 50 Menschen bei Angriffen der Regierungskräfte in Ost-Ghuta seit Anfang der Woche ums Leben gekommen.

Einheiten der syrischen Regierungsarmee belagern diese Region seit mehreren Jahren. Nach UN-Angaben sollen dort etwa 350 000 Zivilisten eingekesselt sein.

-mit dpa, Reuters