„Symbolisches Ende des Kalifats“: Warum der IS die Moschee zerstört hat, in der die Terrormiliz gegründet wurde

John Stanley Hunter
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Die Terrormiliz IS hat nach Angaben des irakischen Militärs die al-Nuri-Moschee in Mossul in die Luft gesprengt. Es ist der Ort, an dem IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi 2014 das Kaliphat verkündete. Der irakische Premierminister Haider Al-Abadi nannte die Zerstörung bei Twitter eine „offizielle Niederlageerklärung“.

Die IS-nahe Nachrichtenagentur Amak warf den USA vor, die Moschee bei einem Luftangriff zerstört zu haben. Kurz vor den Explosionen waren Anti-Terroreinheiten der irakischen Streitkräfte bis auf 50 Meter an die Moschee in der Altstadt von Mossul herangerückt.

Ein symbolisches Ende für das von al-Baghdadi verkündete Kalifat

„Dadurch, dass die irakischen Streitkräfte — unterstützt von den USA und dem Iran — kurz davor sind, Mossul zurückzuerobern, wird der IS auf asymmetrische Kriegsführung innerhalb und außerhalb irakischer Städte setzen“, sagte Politologe Scott Lucas von der University of Birmingham Business Insider.

Er sieht die Terroristen geschwächt. „Der IS wird durch den territorialen Verlust von Mossul nicht verschwinden, aber die Terrormiliz kann sich nicht länger als ‚Staat‘ definieren, in dem es die lokale Bevölkerung regiert und eine politische, wirtschaftliche und soziale Authorität aufbaut“, so Lucas. „Wenn der IS die al-Nuri-Moschee selbst in die Luft gejagt hat, ist es ein symbolisches Ende für das von al-Baghdadi verkündete Kalifat.“

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