Das Symbol der Karlsruher Wiederauferstehung

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Das Symbol der Karlsruher Wiederauferstehung
Das Symbol der Karlsruher Wiederauferstehung

Ich freue mich auf ein buntes Fußball-Wochenende. Es beginnt für mich als zusammenfassender Kommentator des Freitag-Spiels der ersten Liga. Den Spielbericht zu Mainz 05 gegen Borussia Mönchengladbach seht ihr dann am Sonntag in Bundesliga Pur vor dem STAHLWERK Doppelpass, oder als kürzere Version ab Montag 0.00 Uhr bei SPORT1.de und in der kostenlosen SPORT1-App.

Am Samstag geht es dann für mich als Kommentator für MagentaSport nach Osnabrück zum Gastspiel der Münchner Löwen beim VfL. Spiele an der Bremer Brücke sind atmosphärisch immer ein Erlebnis. Dazu ist es auch sportlich sehr reizvoll.

Osnabrück ist als Absteiger auf Wiederaufstiegs-Kurs, die Löwen sind nach enttäuschenden Wochen im Aufwärtstrend. Nach dem Live-Kommentar baue ich dann noch einen Kurzbericht. Diese Zusammenfassung und die Berichte aller Drittliga-Spiele des Spieltages gibt es ja dann auch immer montags ab 23:30 Uhr bei SPORT1 im TV zu sehen. Soweit meine dienstlichen Verpflichtungen an diesem Wochenende.

Wenn ich damit dann durch bin, schaffe ich es genau pünktlich nach Hause vor den Fernseher zum Sendungsbeginn der Kollegen. Um 19:30 Uhr geht es los bei SPORT1 mit der Live-Übertragung aus dem Karlsruher Wildparkstadion. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Die nächste Wundertüte am Samstagabend

Der KSC empfängt den HSV und für uns Zuschauer gibt es allerbeste Fußball-Unterhaltung. Die Saison ist noch jung, der Sendetermin neu, aber längst ist dieses Top-Spiel der 2. Liga für mich und viele, viele Fußballfans zur Institution geworden. Das belegen die guten Einschaltquoten.

Wenn ich nicht selber als Kommentator und Teil des Teams vor Ort bin, dann freue ich mich als Zuschauer mittlerweile auf kein Spiel mehr in einer Fußball-Woche. Denn diese Liga macht einfach Spaß, mit diesen Spielen, mit diesen Vereinen, mit diesen Fans, sportlich spannend und atmosphärisch extrem hochklassig. Nächstes Kapitel Karlsruhe. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Wieder so eine Samstags-Wundertüte. So gehört für mich der KSC zu den mitreißenden Protagonisten dieser 2. Liga, die man vorher nicht so wirklich auf dem Zettel hatte. Haben wir doch zum Anfang der Saison in der Natur der Sachlage alle nur von Schalke, Werder und dem HSV gesprochen, haben uns mittlerweile St. Pauli, Regensburg, Paderborn, Darmstadt und eben Karlsruhe als überraschende Hingucker weichgeklopft. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Guckt Euch alleine noch mal die Zusammenfassung von Karlsruhe gegen Paderborn an. Was da abging! Natürlich hat sich der KSC in der ersten Hälfte von Lukas Kwasnioks Mannschaft komplett vermöbeln lassen. Aber die Reaktion im zweiten Durchgang war um so bemerkenswerter und die Karlsruher mit allen erdenklichen Fußball-Emotionen der historischen Aufholjagd näher, als es das nackte Ergebnis vermittelt.

Wer erinnert sich nicht ans Relegations-Drama?

Der KSC macht mir Spaß. Ich habe das Gefühl, dass der Stadionneubau symbolisch steht für das stille, stetige Wachstum dieses Vereines mit dem finalen Punkt, sich in den nächsten ein, zwei Jahren in vollem Glanz mit todschickem Zuhause als strahlender Erstligist zu präsentieren. Zu Saisonbeginn war ich gemeinsam mit Oliver Kreuzer zu Gast bei Haddy Thöne in unserem Maschinensucher Doppelpass 2. Bundesliga (immer montags um 21:45 Uhr bei Sport1).

Er, als sportlicher Leiter, und Cheftrainer Christian Eichner leiten diesen Club mit höchster Identifikation, ruhig und auch selbstbewusst. Gut zu sehen auch an der Personalie Philipp Hofmann. Inhaltsstark und mit Selbstvertrauen an den eigenen Fußballstandort konnte man ihn halten und glaubt daran, ihn auch perspektivisch binden zu können.

Und jetzt kommt der HSV. Das jagt sicher immer noch jedem KSC-Fan nach dem Gräfe-Pfiff und dem Relegations-Drama von 2015 das Adrenalin in den Körper. Selbst mich als Neutralen emotionalisiert das immer noch. Was hatte dieser alberne Pfiff für unfassbare Folgen für den KSC? Nach dem Nicht-Aufstieg folgte der Absturz in die 3. Liga, aus der man sich mit aller Energie wieder hochgearbeitet hat um nun, einige schwierige Jahre später, wieder von einer Erstliga-Zugehörigkeit träumen zu dürfen.

Der HSV ist eine Auswärtsmacht

Nochmal: Da steht ein Stadionneubau vielleicht symbolisch für die Wiederauferstehung. Jonas Meffert wird diese reifende Arena mit besonderem Interesse betrachten, als Ex-Karlsruher. Er, der damals im Trikot des KSC das ominöse Handspiel begangen haben soll, kommt jetzt als Gast im Trikot des HSV.

Und er kommt mit weiteren schlechten Erinnerungen, verlor er doch letzte Saison hier mit Kiel nach vorheriger Führung; ein erster vergebener Matchball im Aufstiegsrennen mit den Störchen. Aber er kommt auch mit einem guten Gefühl. Denn so schwer sich der HSV aktuell Zuhause tut, so gerne reist man zu Auswärtsspielen und holte in den Gastspielen drei der vier Saison-Siege.

Der HSV kommt also als auswärtsstarker Aufstiegskandidat. Der KSC will Wiedergutmachung für Paderborn und würde im Siegesfall mit Hamburg gleichziehen. 20.000 Zuschauer sorgen für den emotionalen und aktuell maximal möglichen Rahmen. Also, Flutlicht an. Ich freu‘ mich drauf und bin live dabei, wenn sich die Kolleginnen Ruth Hofmann und Olli Forster mit Experte Dirk Schuster live aus Karlsruhe melden.







Das Topspiel der 2. Bundesliga am Samstagabend ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1

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