Suu Kyi verpasst Wiederaufnahme ihres Prozesses in Myanmar wegen Übelkeit

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Aung San Suu Kyi (AFP/STR)

Myanmars entmachtete De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat aus Gesundheitsgründen nicht an der Wiederaufnahme ihres Prozesses teilgenommen. Wie ihre Anwältin Min Min Soe am Montag mitteilte, sei Suu Kyi auf der Autofahrt schlecht geworden. "Wir machen uns wirklich Sorgen um ihre Gesundheit", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Die entmachtete De-facto-Regierungschefin sei Autofahrten nicht mehr gewöhnt. "Deshalb wurde ihr heute schlecht im Auto."

Die 76-jährige Friedensnobelpreisträgerin steht seit ihrer Entmachtung durch das Militär unter Hausarrest, ihr Mitarbeiterstab umfasst rund zehn Angestellte, darunter Leibwächter und Köche. Suu Kyi und ihr Personal wurden vollständig gegen das Coronavirus geimpft, wie ihre Anwältin mitteilte.

Das Militär hatte Anfang Februar die Macht in Myanmar an sich gerissen. Seitdem wurde Suu Kyi mit einer Reihe von strafrechtlichen Anschuldigungen überzogen. Seit Mitte Juni steht sie wegen Aufforderung zum Aufruhr vor Gericht.

In einem zweiten Verfahren muss sie sich wegen Verstoßes gegen Corona-Auflagen und des Imports von Funkgeräten ohne Genehmigung verantworten. Die Politikerin ist außerdem wegen Verstoßes gegen ein aus der Kolonialzeit stammendes Gesetz zu Staatsgeheimnissen und Korruption angeklagt.

Die Junta sieht sich seit dem Putsch massiven Protesten gegenüber. Beim Vorgehen der Armee gegen Oppositionelle wurden nach Angaben von Beobachtern mehr als 1000 Menschen getötet.

gap/noe

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