Surfen: Im Rausch der Wellen

Immer am Limit: Die deutsche Surferin Lina Erpenstein zeigt beim Weltcup auf Sylt spektakuläre 180-Grad-Drehungen.

Essen.  Auf Sylt pfeift der Wind, die Nordsee peitscht gegen die Uferpromenade von Westerland. Es ist genau Björn Dunkerbecks Wetter. Gerade hält sich der 48-Jährige, der in seiner Karriere 42 WM-Titel erkämpfte, beim Surf-Weltcup auf Sylt auf, dem Kult-Event mit mehr als 200.000 Zuschauern (bis 8. Oktober). In den späten 1980er-Jahren lieferte sich der Niederländer auf dem Wasser legendäre Duelle mit Robby Naish (USA).

Herr Dunkerbeck, was ist das für ein Gefühl, mit fast 100 km/h über das Meer zu rasen?

Björn Dunkerbeck: Es ist ein Wahnsinnsgefühl. Es macht geradezu süchtig. Nach meinem Abschied vom Weltcup konzentriere ich mich jetzt auf Speed-Rennen und richte selbst jedes Jahr die "Dunkerbeck Speed Challenge" auf Fuerteventura aus. Auf dem Surfbrett fühlt sich die Geschwindigkeit viel schneller an, als wenn man im Auto sitzt und über die Autobahn fährt. Meine Bestmarke liegt bei 99 km/h. Nächsten Monat greife ich vor Namibia die 100 km/h an, die sind bald fällig.

Sie sind viel in der Welt unterwegs, warum sind Sie gerade in Deutschland so beliebt?

Ach, dafür gibt es sicher mehrere Gründe. Ich bin seit über 30 Jahren so gut wie jedes Jahr beim Weltcup auf Sylt, dadurch kennen mich viele. Dann bin ich immer mal wieder im Fernsehen zu sehen, ich habe ja allein zehn Mal bei der Wok-WM von Stefan Raab mitgemacht. Und viele kennen mich bis heute als das Nutella-Gesicht der 1990er-Jahre (lacht). Grundsätzlich ist Deutschland ein Land, in dem das Windsurfen besonders populär ist.

Hat es das ...

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