Warum Superstar LeBron beim NBA-Start fehlen könnte

SPORT1
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Laut Medienberichten will die NBA kurz vor Weihnachten in die neue Saison starten. Der Auftakt ist für den 22. Dezember geplant.

Sollte die Liga diesen Plan tatsächlich umsetzen und nur 72 Tage, nachdem die Los Angels Lakers den Titel gewonnen haben, wieder loslegen, müsste der Meister wohl erst einmal ohne seinen Superstar LeBron James auskommen. Wie Teamkollege Danny Green zuletzt im Podcast "The Ringer NBA Show" verriet, könnte James, der im Dezember 36 Jahre alt wird, die ersten Spiele aussetzen.

Auch weitere Spieler sollen nichts von dem frühen Saisonstart halten und sich eine Pause nehmen wollen. Möglich macht das das "Load Management". Dieses sieht vor, dass Topspieler im Laufe der Regular Season immer wieder einmal geschont werden, um für die Playoffs möglichst frisch zu sein.

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"Wenn der Neustart so früh erfolgt, würde ich nicht erwarten, ihn (LeBron James; Anm. d. Red.) dort zu sehen", sagte Green und wurde sogar noch deutlicher: "Ich würde nicht erwarten, ihn im ersten Monat der Saison zu sehen. Ich erwarte einfach nicht, dass die Jungs dort sein wollen oder freiwillig auftauchen."

Der Titelgewinn der Lakers liegt nur zwei Wochen zurück. Viele Spieler befinden sich derzeit im Urlaub oder haben diesen noch geplant. Doch die Offseason wird voraussichtlich kürzer ausfallen als sonst - vor allem für die Lakers und Finalgegner Miami Heat. Denn während die meisten anderen Playoff-Teams seit mindestens August pausieren können, waren Los Angeles und Miami noch im Oktober gefordert.

NBA-Start ohne LeBron James?

Die längere Auszeit der anderen Teams könnte für die Lakers zum Problem werden. Der Grund: Ein großer Teil der Liga wünscht sich, wieder zu einem normalen Spielbetrieb zurückzukehren. Sie sind bereit, die Saison frühzeitig wieder aufzunehmen, um ihren Sommer im nächsten Jahr genießen zu können. Spiele an Weihnachten und am Martin Luther King Day, beides bedeutende Sendetermine für die NBA, werden als wichtige Aspekte eines früheren Starts angesehen.

"Es ist hart, wenn man verschiedene Stimmen hat, und die Mehrheit ist wahrscheinlich gegen uns", räumte Green ein. "Es ist also eine Möglichkeit, aber ich glaube nicht, dass es uns gelingen wird, zur Normalität zurückzukehren, um die viele von uns betteln und um die die Liga bettelt. Und natürlich macht es Sinn wegen der TV-Deals und des Geldes."

Zwar machte der Forward deutlich, dass er davon ausgehe, James seltener auf dem Feld zu sehen. Er erwarte aber dennoch, dass er seinen Job erfüllen werde. "Man muss dabei sein. Das gehört auch zum mentalen Spiel dazu."

Doch Green war nicht der einzige Lakers-Spieler, der darauf hinwies, dass ein früher Saisonstart weniger Starauftritte bedeuten könnte: Jared Dudley, der in dieser Offseason ein Free Agent ist, twitterte: "Die Show wird weitergehen, aber weint bloß nicht, wenn die Stars bei Fernsehspielen aussetzen."