Superbike-WM testet in Jerez: Kawasaki zeigt die neue Ninja ZX-10RR

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 2 Min.

Am Dienstag und Mittwoch (17. und 18. November) war der Jerez-Circuit in Spanien Schauplatz von privaten Testfahrten einiger Teams der Superbike-WM. Als einziger MotoGP-Fahrer war Stefan Bradl vor Ort, der das Testprogramm von Honda fortsetzte.

Aus der Superbike-WM waren etwas mehr als zehn Fahrer im Einsatz. Darunter waren die Werksteams von Kawasaki (Jonathan Rea, Alex Lowes), Yamaha (Toprak Razgatlioglu, Andrea Locatelli) und Honda (Alvaro Bautista, Leon Haslam).

Von den Privatteams nutzten GRT-Yamaha (Garrett Gerloff, Kohta Nozane), Orelac-Kawasaki (Isaac Vinales), Puccetti-Kawasaki (Lucas Mahias) und Pedercini-Kawasaki (Loris Cresson) diese Gelegenheit.

Am Mittwoch war das Augenmerk auf die Kawasaki-Box gelegt, denn erstmals wurde die neue ZX-10RR gestartet. Ins Auge sticht vor allem eine neue Verkleidung, die im Bereich der aufgeklebten Scheinwerfer und dem Lufteinlass für die Airbox sehr aerodynamisch gestaltet ist.

Der Bereich rund um die (aufgeklebten) Scheinwerfer wurde radikal gestaltet

Der Bereich rund um die (aufgeklebten) Scheinwerfer wurde radikal gestaltet<span class="copyright">Kawasaki</span>
Der Bereich rund um die (aufgeklebten) Scheinwerfer wurde radikal gestaltetKawasaki

Kawasaki

Vor allem Weltmeister Rea fuhr mit dem neuen Motorrad, während Lowes mit der 2020er-Version arbeitete, damit das Team Vergleichsdaten erhält. Rea probierte außerdem einen neuen Motor im 2020er-Modell und im neuen Bike.

Bei Honda gab es keine großen, neuen Entwicklungen. Stattdessen konzentrierte man sich darauf, jeden Aspekt des Motorrads zu analysieren und Vergleiche anzustellen, damit man über den Winter das beste Paket aus den vorhandenen Teilen schnüren kann.

Yamaha hatte ein 2021er-Modell in der Box, das sich Razgatlioglu und Gerloff teilten. Der Türke hatte insgesamt drei Motorräder zur Verfügung. Er arbeitete auch am Set-up für die Bremse, um die letzte Bremsphase zu verbessern.

Zusätzlich wurde mit der Geometrie experimentiert und auch eine neue Schwinge probiert. Insgesamt beschäftigte sich Razgatlioglu damit, das beste Set-up für sich zu finden. Unter anderem wurde auch an der Elektronik gearbeitet.

Auch Yamaha hatte in Jerez ein Modell mit Fokus auf 2021 auf der Strecke

Auch Yamaha hatte in Jerez ein Modell mit Fokus auf 2021 auf der Strecke<span class="copyright">Circuito de Jerez</span>
Auch Yamaha hatte in Jerez ein Modell mit Fokus auf 2021 auf der StreckeCircuito de Jerez

Circuito de Jerez

Am Dienstag stellte Gerloff mit 1:39.571 Minuten die Superbike-Bestzeit auf. Außerdem hatte es harmlose Stürze von Bautista, Cresson und Gerloff gegeben. Bradls Dienstagszeit mit der MotoGP-Honda lautete 1:38.562 Minuten. Am Mittwoch kam er auf 1:38.340 Minuten.

In der letzten Viertelstunde des zweiten Tages ging Rea zweimal auf Zeitenjagd. Er wurde mit 1:38.324 Minuten gestoppt und war damit um einen Tick schneller als Bradl mit dem MotoGP-Bike. Wobei Testzeiten immer relativ zu betrachten sind.

In der kommenden Woche testet das Kawasaki-Werksteam noch zwei Tage lang im MotorLand Aragon, während die restlichen Superbike-Teams schon in ihre Winterpause starten.

Mit Bildmaterial von Kawasaki.