Super-Bulle: 385 Prozent sind nicht das Ende

Andreas Deutsch
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Super-Bulle: 385 Prozent sind nicht das Ende

Gegessen wird immer, lautet eine der ältesten Weisheiten an der Börse. Auch im Jahr 2017 ist sie immer noch absolut zutreffend. Diese Alt-Empfehlung des AKTIONÄR punktet seit Jahren bei den Kunden – und bei den Anlegern.

Kaum eine Aktie hat sich im laufenden Jahr derart stark entwickelt wie Frosta. Seit Jahresbeginn hat der Titel 43 Prozent zugelegt – und jüngst ein neues Allzeithoch erklommen. Ende der Fahnenstange? Wohl kaum. Nachdem die Anleger zuletzt Gewinne mitnahmen, griffen andere in der Kursschwäche zu. Ergebnis: Frosta nimmt langsam wieder Kurs auf das Rekordhoch bei 85,90 Euro.

Die starke Kursentwicklung hat einen guten Grund: Frosta hat eine Nische bestens besetzt. Diese Nische heißt Tiefkühlware, bei der der Verbraucher genau sehen kann, woher die Bestandteile kommen. Dieses Frosta-Reinheitsgebot kommt immer besser an, denn im Jahr 2017 spielt bewusste Ernährung eine viel größere Rolle als noch vor zehn Jahren. Das zeigt sich auch daran, dass die Multis der Branche wie Coca-Cola und Nestlé den Zuckeranteil in Getränken und Schokoriegeln deutlich senken wollen.

Wie gut die Produkte ankommen, zeigt sich an den Zahlen für das erste Halbjahr: Der Umsatz kletterte um 6,9 Prozent auf 247 Millionen Euro, der Gewinn verbesserte sich um 14 Prozent auf 10,4 Millionen Euro. Eine Bilanz, die sich im Branchenvergleich sehen lassen kann.

Im zweiten Halbjahr sollte sich das Wachstum fortsetzen, was auch an der jüngsten Übernahme liegt: Frosta hat von Nestlé Italiana den Vertrieb und die Rechte für drei italienische Tiefkühlmarken gekauft.

Laufen lassen

Seit der Empfehlung des AKTIONÄR hat die Frosta-Aktie 385 Prozent zugelegt. Teuer ist der Titel aber noch nicht: Für 2018 kommt Frosta auf ein KGV von 19, während Nestlé und Unilever ein KGV von 23 aufweisen. Wer investiert ist, lässt die Gewinne laufen und setzt den Stopp bei 52 Euro.