Nach monatelangem Stillstand wieder Beratungen über umstrittenen Nil-Staudamm

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Äthiopiens Nil-Staudamm sorgt für Ärger
Äthiopiens Nil-Staudamm sorgt für Ärger

Nach monatelangem Stillstand sind im Streit um Äthiopiens Mega-Staudamm-Projekt am Nil die Gespräche zwischen den Konfliktparteien wieder aufgenommen worden. Per Videokonferenz schalteten sich am Sonntag die zuständigen Minister Äthiopiens, Sudans und Ägyptens zusammen, wie die sudanesische Regierung mitteilte. Auch Vertreter der Afrikanischen sowie der Europäischen Union (AU und EU) und der Weltbank waren zugeschaltet. Die neuen Verhandlungen sollen eine Woche dauern.

Die 1,8 Kilometer lange und 145 Meter hohe Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre (GERD) soll mit 6000 Megawatt Jahresleistung das größte Wasserkraftwerk Afrikas werden. Äthiopien hat bereits mit der Flutung des riesigen Staubeckens begonnen, 2023 soll die Talsperre vollständig in Betrieb gehen. 

Unter den Nil-Anrainern sorgt das 2011 begonnene Projekt allerdings für Ärger: Äthiopien ist der Auffassung, dass der Damm für seine Stromversorgung unerlässlich ist. Die flussabwärtsgelegenen Anrainerstaaten Sudan und Ägypten fürchten hingegen um ihre Wasserversorgung.

jes/mkü