Fragwürdiges Halloween-Make-up: Beauty-Bloggerin postet „Blackfacing“-Look

Make-up-Artistin Perçem Akin vor und nach ihrem „Blackfacing“. (Screenshot YouTube/PercemAkin; instagram.com/percemakin)

Für ihren Post, in dem sie sich als Schwarze schminkte, musste sich die Make-up-Artistin Perçem Akin viel Kritik anhören. Jetzt nimmt sie dazu öffentlich Stellung.

Auf dem Instagram- und YouTube-Account der in Istanbul lebenden Visagistin Perçem Akin zeigte sie ein sogenanntes „Blackfacing“-Tutorial an sich selbst – und die Kommentare waren vernichtend. Beim „Blackfacing“ werden weiße Menschen schwarz geschminkt. Heutzutage ist diese Art der Faschings- und Halloween-Maskerade allerdings fragwürdig und gilt als rassistisch.

Perçem Akin erklärte sich nach den kritischen Kommentaren gegenüber „BuzzFeed”: „Wir leben nicht in Amerika oder Afrika, es ist schwer, hier schwarze Models zu finden. Ich habe nie gedacht, dass es rassistisch ist, was ich da gemacht habe.“ Sie erzählte weiter, dass der Look für einen Film, in dem es um Rassismus geht, gepostet wurde, weil sie der Regisseur danach gefragt hatte.

Zusätzlich hatte sie den Hashtag #slave (deutsch: Sklave) unter ihren Post gesetzt. Akin selbst jedoch weist jedoch alle Schuld von sich und behauptet, sie habe diesen Hashtag nie verwendet. Vielmehr hätte ihr Hashtag #slayer gelautet, der Name des betreffenden Films. „Jemand in meinem Land hat das geändert und das alles gegen mich gestartet und ich werde juristische Schritte dagegen einleiten.“, sagte sie und fügte hinzu: „Mir tut es sehr leid, wenn ich diese Leute verletzt habe“

Ob es sich hier tatsächlich um eine Verschwörung gegen die Beauty-Bloggerin handelt, oder ob sich Akin einfach einen Fehltritt geleistet hat, den sie nicht zugeben will, bleibt bislang noch im Dunkeln.