Stuttgarts Benjamin Pavard: "Im Moment zählt nur der VfB"

Bei Pavard geht es derzeit schnell voran. Der VfB-Verteidiger debütierte für Les Bleus und muss sich Gerüchten erwehren. Er bleibt aber gelassen.

Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart hat ereignisreiche Wochen hinter sich. Der Verteidiger lässt sich aber von Frankreich-Debüt ebenso wenig beeindrucken wie vom zahlreichen Gerüchten um seine Person.

"Im Moment zählt nur der VfB für mich", sagt Pavard im Gespräch mit dem kicker. Der 21-Jährige hat mit zuletzt guten Leistungen für den Aufsteiger verschiedene Interessenten geweckt. Die Gerüchte rund um Top-Vereine aus England, Italien oder auch Deutschland lassen ihn aber kalt.

Vielmehr merkt der Franzose an: "Mit diesen Dingen beschäftige ich mich überhaupt nicht. Dazu ist es nicht die Zeit. Ich bin kein Typ, der deswegen abhebt. [...] Kommt Zeit, kommt alles andere! Im Moment fühle ich mich in Stuttgart sehr wohl und will mit dem VfB die Klasse halten."

Dank an Trainer Wolf

Ebenso aufmerksam geworden ist Didier Deschamps. Der Nationaltrainer nominierte Pavard für die letzten Länderspiele: "Da in Frankreich das Hauptaugenmerk nicht auf dem deutschen Fußball liegt, hatte ich mit der Nominierung für die Länderspiele gegen Wales und Deutschland absolut nicht gerechnet."

Momentan zählt schlicht die eigene Entwicklung für Pavard. Dafür dankt er Stuttgart und Trainer Hannes Wolf: "Ich bin ihm sehr dankbar, dass er immer hinter mir gestanden hat. Er hat mir Vertrauen geschenkt und Spielpraxis gegeben. Er hat mir sehr geholfen, mich weiterzuentwickeln."

"Ich bin zum Mann geworden"

Beim VfB, so der defensive Allrounder, habe er große Fortschritte gemacht: "Vor Stuttgart war ich noch ein Junge, hier bin ich erwachsen geworden. Ich bin zum Mann geworden." Klar ist: "Ich habe etwas Zeit gebraucht, um mich an die neue, höhere Intensität im Training und im Spiel zu gewöhnen. Das war nicht so einfach."

Die nächsten Schritte sind nun offen. Pavard sagt: "Ich bin niemand, der alles bis ins Detail durchplant. Ich lasse es lieber auf mich zukommen. Jetzt zählt erst einmal der VfB, mit dem ich nach dem Aufstieg 2017 auch den Klassenerhalt 2018 feiern will."