Stuttgarter Hotelier wegen mutmaßlicher Ermordung von reichem Gast vor Gericht

Vor dem Landgericht Stuttgart hat am Freitag ein Prozess gegen einen Hotelier begonnen, der einen wohlhabenden Gast ermordet haben soll. Laut Anklage bewahrte der Gast mehrere hunderttausend Euro Bargeld im Hotelsafe auf. Der inzwischen 47 Jahre alte Hotelier habe das Geld gestohlen. Als der Gast ihn an Ostersonntag darauf angesprochen habe, habe er ihn in einem Abstellraum der hoteleigenen  Tiefgarage mit einer fünf Kilogramm schweren Hantel erschlagen.

Außerdem soll er den 59-Jährigen gewürgt haben. Die Leiche soll der Hotelier zusammen mit einem Helfer in ein Waldstück bei Esslingen gebracht und verscharrt haben, wo sie aber schon am folgenden Tag von Spaziergängern gefunden wurde.

Die Polizei begann mit großangelegten Ermittlungen. Bei einer Razzia mit mehr als 170 Einsatzkräften in drei baden-württembergischen Orten wurde der Gastwirt dreieinhalb Wochen später schließlich festgenommen und im September angeklagt.

Der Gast hatte sich für längere Zeit in dem Hotel eingemietet. Er lebte dort offenbar sehr zurückgezogen und ohne soziale Kontakte. Der Hotelier muss sich nun wegen Mordes vor Gericht verantworten. In Stuttgart wurden Verhandlungstermine bis Ende Januar angesetzt.

smb/cfm