Sturz-Schock beim Skisprung-Weltcup

Denis Kornilov stürzte beim Skisprung-Weltcup in Wisla schwer

Schreckmoment beim Weltcup-Auftakt der Skispringer im polnischen Wisla: Denis Kornilov aus Russland ist im zweiten Durchgang schwer gestürzt.

Bei seinem 116,5-Meter-Sprung verunglückte dem 31-Jährigen die Landung, sein Ski verkantete, die Bindung löste sich, Kornilov knickte weg und prallte danach auch heftig mit dem Vorderkopf auf den Boden.

Kornilov wurde minutenlang von Sanitätern behandelt, konnte aber schließlich aus eigener Kraft aufstehen und den Landebereich verlassen.

Zweiter Sturz des Wochenendes

"Es ist ziemlich eisig, man kann nur hoffen, dass nichts passiert ist und es nur blaue Flecke gibt", sagte der Deutsche Richard Freitag im ZDF.

Bereits am Freitag in der Qualifikation war der 22 Jahre alte Tscheche Vojtech Stursa auf ähnliche Weise gestürzt - und übte danach in einem Facebook-Eintrag Kritik an der Präparation der Schanze.

"Ich will niemandem die Schuld geben, denn der Sturz war mein Fehler. Aber die Schanze war heute in einem tragischen Zustand", sagte Stursa: "Am erster Stelle sollte die Sicherheit stehen und nicht das Geld."

Deutsche Adler verpassen das Podest

Der Sieg im ersten Springen des Olympia-Winters ging an Vizeweltmeister Norwegen (1023,8) vor den punktgleichen Teams aus Polen und Österreich (je 1006,5).

Die deutschen Skispringer sind ohne den erhofften Podestplatz gestartet. Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler, Richard Freitag und Stephan Leyhe mussten sich mit 990,0 Punkten und Rang vier begnügen.

Vor 15.000 Zuschauern erwischte das DSV-Quartett ohne den verletzten Ex-Weltmeister Severin Freund einen Fehlstart, als Eisenbichler nach der Landung in den Schnee griff. "Das war heute von Anfang an verkorkst", sagte Bundestrainer Werner Schuster: "Diese zehn Punkte haben uns immer gefehlt, leider haben wir das nicht aufgeholt."

Überragender Mann im deutschen Team war Freitag, der im zweiten Durchgang mit 130,5 m gleichauf mit Japans Altmeister Noriaki Kasai (45) den weitesten Satz des gesamten Tages zeigte. Auch Vizeweltmeister Wellinger überzeugte mit Flügen auf 124,0 und 124,5 m, zum Podest fehlten am Ende aber umgerechnet zehn Meter.