Unwetter in Reinickendorf: Als der Alte Wiesenweg zum Bach wurde

Noch immer drohen nasse Füße: Alexa Studemund im überfluteten Kleingartengelände am Wiesenweg

Reinickendorf.  Nirgends gingen die Regenmassen am 29. Juni so ergiebig nieder wie in Tegel. 143,5 Liter pro Quadratmeter ergossen sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes binnen weniger Stunden über den Ortsteil. Für gewöhnlich fallen im Juni knapp 90 Liter verteilt über den ganzen Monat. Die Folge: Auch fünf Tage nach dem Unwetter bleiben die Spuren des Starkregens sichtbar. Am deutlichsten auf den Mäkeritzwiesen zwischen Flughafen Tegel und Saatwinkler Damm.

Hier waten Anwohner wie Regina Wiese im Gelände der ehemaligen Kleingartenanlagen immer noch knöcheltief im Wasser. "Wir hatten am Wochenende die meiste Zeit keinen Strom", beschreibt Wiese die Situation von rund 50 Anwohnern, die am Alten Wiesenweg ganzjährig in ihren Einfamilienhäusern leben. Der Pfad verwandelte sich durch die anhaltenden Schauer in einen Bach, der sich in etliche Gärten ergoss. Als dann der Strom ausfiel, saßen Regina Wiese und ihre Nachbarn im Dunkeln. Doch alle Einheiten der Berliner Feuerwehr befanden sich im Dauereinsatz und konnten das Hochwasser an der Mäkeritzwiesen nicht absaugen.

Technisches Hilfswerks arbeitete bis in die Nacht

Anwohnerin Alexa Studemund bot sich ein Anblick, wie man ihn eher von Kanälen im Spreewald kennt. "Das Wasser stand an manchen Stellen bis zu den Knien. Bei den Nachbarn wurde das ganze Haus überflutet. Sie sind ausgezogen und werden wohl auch nicht zurückehren", schildert Studemund die Folgen der Flut. "Viermal rückte die Feuerwehr an, aber sie konnte uns nicht helfen." Am Son...

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