Nach dem Sturm: Das große Aufräumen hat begonnen – AWB schafft viel Sperrgut weg

Sperrmüll, dreckige Teppiche und viel Geäst – das Unwetter macht Bürgern viel Arbeit.

Die Wassermassen der vergangenen Woche haben in der ganzen Stadt viel beschädigt. Bis zu 120 Liter Regenwasser pro Quadratmeter, wie etwa in Junkersdorf, haben innerhalb von 24 Stunden unzählige Keller voll laufen lassen. Nun beginnt das große Aufräumen. Die Betroffenen entsorgen nasse Möbel und Hausrat im Sperrmüll und säubern Teppiche. Einige Friedhöfe müssen Geäst wegräumen. Ein Überblick über die Reinigungsarbeiten.

„Seit Donnerstag steht das Telefon nicht mehr still“, berichtete Dagmar Heydeck. Zusammen mit ihrem Mann Werner betreibt sie eine Teppichwäscherei in Merheim. Deren Alltags-Aufträge müssen nun zurückgestellt werden. Ein Drittel mehr Anfragen als an einem normalen Monat hat die Firma inzwischen angenommen. Täglich rettet das Familienunternehmen nun triefende Stoffe aus Wohnungen. Teilweise schwammen die Teppiche im Wasser. „Solche Wetterereignisse wirken sich meistens bei uns aus“, so Heyduck. „Aber diesmal ist es wirklich unglaublich viel Arbeit.“

Thema Unwetter für KVB abgeschlossen

Mittlerweile kommen nur noch wenige Fälle dazu. „Die Kunden mussten manchmal zuerst darauf warten, dass die Versicherung den Schaden begutachtet“, erläuterte Heyduck. Meistens können die Wäscher aber nicht mehr helfen. Spätestens wenn die Farben durch das viele Wasser verliefen, sei der Teppich nicht mehr zu retten.

Während die Reinigungsarbeiten bei Heyducks auf Hochtouren laufen, ist das Thema Unwetter für die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) bereits abgeschlossen. Berichte über lange Schlangen vor den Wertstoffhöfen bestätigte ein Sprecher am Montag nicht. „Wir haben ab Donnerstag sofort reagiert und Sonderlösungen für die Betroffenen gefunden.“ Etwa 100 außerplanmäßige Einsätze seien wegen schwerer Unwetterschäden durchgeführt worden, um den Sperrmüll schnellstmöglich zu entsorgen. „Wer sich bis jetzt noch nicht gemeldet hat, bei dem kann es sich auch nicht um einen Notfall handeln“, sagt der Sprecher weiter.

Lage auf den Friedhöfen inzwischen entspannt

Auch auf den Friedhöfen der Stadt sieht die Lage inzwischen entspannt aus. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagte ein Sprecher des städtischen Grünflächenamtes. Während die Mehrzahl der Grabstätten keine Probleme mit dem Starkregen hatte, habe es den Porzer Friedhof schwer getroffen. „Es sind viele Äste abgebrochen, und es ist viel Laub gefallen.“

Auch auf dem Nordfriedhof sei ein Baum umgestürzt. „Die Aufräumarbeiten laufen mit Hochdruck“, so der Mitarbeiter des Amts weiter. Durch den vielen Regen sei die Erde stark aufgeweicht, die Wege seien deshalb schlecht befahrbar. Die Gräber selber lägen tief genug und seien daher nicht betroffen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta