Bundestagswahl 2017: Protest-und Nichtwähler - wem nutzen sie wirklich?

Ein Wähler wirft seinen ausgefüllten Stimmzettel in eine Wahlurne

Wut und Unzufriedenheit sind kein Alleinstellungsmerkmal der AfD. Enttäuscht von den Programmen und Versprechungen der Parteien sind auch viele Bürger, die nicht dem rechten Spektrum zuneigen und trotzdem wählen wollen.

Derzeit wird heftig über die Protestpartei Die Partei diskutiert, die genau solche Wähler anspricht. Aussicht auf den Einzug in den Bundestag hat sie kaum. Eine Stimme für Die Partei bleibt deshalb vor allem ein Ausdruck der Unzufriedenheit.

Doch was bringt eine solche Stimme dann überhaupt? Und nutzt sie nachher gar den Falschen?

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten

Wem nutzt meine Proteststimme überhaupt?

Was das Finanzielle angeht, nutzt eine Proteststimme der Partei, die man wählt - unabhängig davon, ob sie im Bundestag vertreten sein wird oder nicht. Schon bei einem Stimmenanteil von 0,5 Prozent bei dieser Wahl erhalten die Parteien die sogenannte staatliche

Teilfinanzierung: Unter anderem gibt es für die ersten vier Millionen eigenen Wählerstimmen vom Staat jeweils einen Euro. Für jede weitere Stimme gibt es 83 Cent. Außerdem kriegen die Parteien 45 Cent für jeden Euro, den sie etwa in Form von Mitgliedbeiträgen oder Spenden einnehmen.

Und was bedeutet meine Proteststimme für die anderen Parteien?

"Das kommt sehr drauf an", sagt der Parteienforscher Oskar

Niedermayer: Erreicht eine Partei nicht die Fünf-Prozent-Hürde, wird sie unter "Sonstige" aufgeführt. Je höher der Stimmenanteil aller sonstigen Parteien, umso we...

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