Studium: 2000 offene Stellen für Supply Chain Manager im Raum Berlin

Supply Chain Manager werden in fast jeder Branche gebraucht. HWR-Professor Alexander Tsipoulanidis über Ausbildung und Berufseinstieg.

Berlin. Alexander Tsipoulanidis ist Professor für Supply Chain and Operations Management an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin. Mit ihm sprach Kirsten Niemann.

Herr Tsipoulanidis, wie definieren Sie den Begriff Supply Chain Management?

Alexander Tsipoulanidis: Der Begriff tauchte im Jahr 1982 erstmalig auf. Unter SCM, wie es abgekürzt heißt, versteht man die abteilungs- und unternehmensübergreifende Integration und Koordination von Material-, Informations- und Finanzströmen in der Lieferkette – vom Lieferanten bis zum Endkunden.

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Dr. Alexander Tsipoulanidis ist Professor für Supply Chain und Operations Management an der HWR Berlin Kirsten Niemann

Ein Supply Chain Manager koordiniert den ganzen Ablauf im Wertschöpfungsnetzwerk: die Beschaffung der Ware, die Planung der Produktion und Lagerung bis zum Versand. Jede Lieferkette muss bis ins kleinste Detail kontrolliert sein, denn das richtige Material muss in der richtigen Stückzahl zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ob Sie eine Party veranstalten oder die Lieferkette für einen Autohersteller verantworten, die Abläufe sind im Grunde immer dieselben. Man muss dafür sorgen, dass nichts fehlt.

Welche Voraussetzungen müssen Studierende erfüllen?

Tsipoulanidis: Sie müssen gerne mit Zahlen umgehen und organisieren können. Eine Affinität zur Informationstechnologie ist ebenfalls wünschenswert. Strategisches und analytisches Denken ist wichtig. Man braucht einen ganzheitlichen Blick auf die Prozesse und einen Sinn für das Detail. Das SCM ist übrigens keineswegs ein Feld für Nerds.

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