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Studierendenwerk und Studentenvertreter fordern Bafög-Erhöhung

BERLIN (dpa-AFX) -Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) und mehrere große Studentenvertretungen haben die Bundesregierung zu einer Bafög-Erhöhung und einer grundsätzlichen Bafög-Reform aufgefordert. In einer gemeinsamen Erklärung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, verlangen sie "eine deutliche Anhebung des Bafög-Grundbedarfs, der Wohnkostenpauschale und der Elternfreibeträge" sowie "eine echte Bafög-Strukturreform" und verweisen auf die hohen Wohn-, Energie- und Lebensmittelkosten.

Beteiligt an dem Appell haben sich neben dem DSW der Dachverband der Studierendenvertretungen (fzs), der unionsnahe RCDS, die Juso-Hochschulgruppen (SPD), die den Grünen nahestehende Organisation "Campusgrün" und die Liberalen Hochschulgruppen.

Der Grundbedarf beim Bürgergeld liege bei 502 Euro, der beim Bafög mit 452 Euro im Monat deutlich darunter. "Studierende essen, trinken und heizen aber nicht weniger als andere Menschen." Sie seien auch keine Bürger zweiter Klasse. Deshalb sei es einer schnellen Angleichung nötig, fordern die Verbände.

Im vergangenen Jahr hatte die Ampel-Koalition den Bafög-Grundbedarf von 427 auf 452 Euro angehoben. Im Koalitionsvertrag hatte sie sich außerdem vorgenommen, das Bafög "grundlegend" zu reformieren, etwa durch eine regelmäßige Anpassung von Freibeträgen und Bedarfssätzen und durch die Einführung einer "Studienstarthilfe" für Studienanfänger aus ärmeren Familien, damit sie sich ein Notebook, Lehrbücher oder den Umzug zum Studienort leisten können. Das müsse die Bundesregierung umsetzen, forderten die Verbände.