Studie zeigt, wie AfD, rechte Hetzer und klassische Medien Fake-News verbreiten

Marco Fieber
Fake-News und eine Richtigstellung

“1000 Migranten randalieren auf Fest in Schorndorf”. Das war eine der weitverbreitetsten Fake-News in Deutschland im vergangenen Sommer. Allein eine halbe Millionen Menschen teilten oder kommentierten Artikel zu dem Thema.

Wie alle überregionalen Medien hatte auch die HuffPost über die Vorfälle berichtet, die auf einem missverstandenen Polizeibericht beruhten. Einen Tag später ließ die HuffPost einen Augenzeugen zu Wort kommen, der die Ereignisse weit weniger dramatisch schilderte.

Doch da hatte sich eine Dorffestschlägerei und einige wenige sexuelle Übergriffe, die über das gesamte Wochenende gemeldet wurden, bereits zu einer “islamische Grapschparty”, so nannte das die AfD, mit einem Ausmaß wie zur Kölner Silvesternacht hochgeschaukelt.

Die Stiftung Neue Verantwortung hat nun erstmals eine Studie zu Fake-News in Deutschland veröffentlicht. Verursacher, Verbreitungswege und Wirkungen von falschen Nachrichten auf den Punkt gebracht.

Die Ausgangslage für die Untersuchung von Fake-News:

Spätestens seit der US-Präsidentschaftswahl 2016 und dem Sieg Donald Trumps wird auch in Deutschland über Fake-News diskutiert. 

► Die Autoren Alexander Sängerlaub, Miriam Meier und Wolf-Dieter Rühl haben nun in ihrer am Montag veröffentlichten Studie die Entstehung und die Verbreitung von absichtlich erstellten, falschen Nachrichten untersucht.

► Im Kern standen mehrere Fragen: Wer ist an den Fake-News beteiligt, wie groß war die Reichweite und wie erfolgreich sind die Gegenmaßnahmen beziehungsweise Gegendarstellungen?

► Sängerlaub, Meier und Rühl haben dafür zehn Fake-News-Fälle mit nationaler Reichweite von März bis September 2017 beobachtet – dem Zeitraum vor der Bundestagswahl.  

Die Verursacher: 

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