Studie: Streaming-Abos stoßen an ihre Grenzen

Nur wenige Fernsehzuschauer denken über ein Streamingdienst- oder Pay-TV-Abo nach. Gerade bei Älteren fehlt das Interesse an solchen Bewegtbildangeboten. Foto: Caroline Seidel/dpa

Ob Kinofilme, neueste TV-Serien oder Sportevents - Streamingdienste oder Pay-TV-Anbieter locken mit bunten Paketen. Dennoch können sich laut einer Umfrage nur wenige zu einem Abo entschließen.

München (dpa) - Das Wachstum nicht-linearer TV-Angebote wird einer Studie zufolge abnehmen. Lediglich elf Prozent aller Menschen, die im zweiten Quartal 2017 von der Beratungsfirma Deloitte befragt wurden, gaben an, ein Streamingdienst-Abo abschließen zu wollen, 13 Prozent denken über ein Pay-TV-Abo nach.

Bei der repräsentativen Online-Befragung der 2000 Menschen zwischen 14 und 75 Jahren waren vor allem die älteren Paare (9 Prozent) und ältere Alleinstehende (7 Prozent) sehr zurückhaltend. Technische Hürden spielten bei der Nutzung neuer Bewegtbildangebote keine Rolle mehr, hieß es. Senioren bedienten VoD-Plattformen nicht weniger routiniert als jüngere Verbraucher. Das fehlende Interesse von Älteren an Video-on-Demand habe schlicht mit Desinteresse zu tun, ihnen werde aus ihrer Perspektive nichts besonders Begehrenswertes geboten.