Studie der RWTH Aachen: Kiebitze und Rebhühner sind Verlierer der intensiven Landschaft

Der Verlust der Artenvielfalt ist die Kehrseite der industriellen Agrarproduktion.

Große Maschinen fräsen sich durch weitläufige Felder, versprühen riesige Mengen Dünger oder Pflanzenschutzmittel und übernehmen die Ernte, wenn die Feldfrüchte reif sind: Die Landwirtschaft in Deutschland ist hochgradig mechanisiert, der Einsatz von Ackergiften gehört vielerorts zum Alltag. Wo sich einst Brachen befanden oder Tiere weideten, werden jetzt im großen Stil Turbo-Pflanzen wie Mais gezüchtet. Die meisten Bauern hierzulande stehen unter einem gewaltigen Preis- und Mengendruck. Alles ist auf Effizienz getrimmt, der Schutz der Umwelt zweitrangig.

Kehrseite der industriellen Agrarproduktion ist der Verlust von Kulturlandschaften und Artenvielfalt. Auch etliche Vogelarten, die zum Überleben auf natürliche Äcker, Wiesen und Weiden angewiesen sind, könnten eines Tages verschwunden sein: Kiebitze oder Rebhühner etwa galten noch vor wenigen Jahrzehnten in Deutschland als Allerweltsvögel. Inzwischen sind ihre Bestände dramatisch reduziert. Der massenhafte Einsatz von Insektiziden und Herbiziden auf den Feldern etwa vermindert das Nahrungsangebot. Durch die fortschreitende Mechanisierung der Feldarbeit und die Trockenlegung von Feuchtgebieten werden Lebensräume zerstört.

Bestandsentwicklung „besorgniserregend”

„Geht man in Zukunft von einer Fortführung dieser Bewirtschaftungsintensität beziehungsweise sogar von einer Erhöhung aus, könnten ganze Agrarlandschaften vogelleer werden“, heißt es in einer aktuellen Überblicksstudie, die das Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und -bewertung an der RWTH Aachen im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion erstellte. Die Bestandsentwicklung der Feldvogelarten sei „besorgniserregend“.

Im Mai bereits hatte eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung Aufsehen erregt:  Damals musste die Regierung einräumen, dass sämtliche Strategien zur...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung