Studie zum Rentensystem: Jedem Fünften droht die Altersarmut

Forschern zufolge ist das Rentensystem für die Zukunft nicht ausreichend gerüstet.

Das deutsche Rentensystem ist für die Zukunft nicht ausreichend gerüstet: Vor allem der wachsenden Zahl von Arbeitnehmern mit flexiblen Arbeitsverhältnissen und Lücken in der Erwerbsbiografie droht Altersarmut. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung erstellt haben. Bis 2036 werde das Risiko für Altersarmut weiter steigen, warnen die Forscher. Am stärksten davon betroffen seien Frauen, Menschen ohne Berufsausbildung und Langzeitarbeitslose.

Die Prognose der Forscher: Jeder Fünfte (20 Prozent), der zwischen 2031 und 2036 in Rente gehe, werde von Armut bedroht sein. Derzeit belaufe sich dieser Wert noch auf 16 Prozent, heißt es in der Studie weiter. Als armutsgefährdet gelten dabei jene, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben – eine gängige, wenn auch nicht unumstrittene Definition.

Anders als in anderen Studien, welche das Risiko von Altersarmut weit höher einschätzen, rechnen die Autoren nicht allein mit der gesetzlichen Rente. Herangezogen wird das verfügbare Einkommen. Einbezogen werden also auch andere Quellen wie das Einkommen des Partners, betriebliche und private Vorsorge sowie Einkommen aus Kapital.

Für Risikogruppen sieht es schlecht aus

Parallel gehen die Autoren von einem weiteren Anstieg der Zahl derer aus, die für ihren Lebensunterhalt auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Dies werde künftig sieben Prozent der Neurentner (ab 67 Jahren) betreffen statt – wie bislang noch...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung