Studie: Mittelstand trotz Corona gerüstet für Umbau der Wirtschaft

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FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bislang besser verkraftet als befürchtet. Zu diesem Schluss kommt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) nach einer Auswertung der Jahresabschlüsse von mehreren Hunderttausend Sparkassen-Firmenkunden mit bis zu 250 Millionen Euro Jahresumsatz.

"Deutschlands Mittelständler sind im Großen und Ganzen besser durch die Corona-Pandemie gekommen als von vielen erwartet", bilanzierte DSGV-Präsident Helmut Schleweis bei der Vorstellung des "S-Mittelstands-Fitnessindex" am Mittwoch. "Einzelne Unternehmen und Branchen hat die Pandemie schwer getroffen, aber insgesamt stehen die Zeichen auf Wachstum."

Mehr als 90 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben das Jahr 2020 demnach in der Gewinnzone abgeschlossen - auch wenn im Corona-Jahr 2020 einzelne Unternehmen in fast allen Branchen herbe Rückschläge wegstecken mussten. In den allermeisten Fällen reichten den Angaben zufolge die Kapitalpuffer der Firmen aus, um Verluste zu kompensieren.

Im laufenden Jahr ist nach DSGV-Einschätzung in allen Branchen ein starkes Wachstum zu erwarten, auch wenn das Vorkrisenniveau nicht überall schon wieder erreicht werde. Das Gastgewerbe zum Beispiel werde mit rund 14 Prozent Umsatzwachstum 2021 nur einen relativ kleinen Teil seiner hohen Verluste wieder einspielen.

"Deutschlands Mittelständler sind insgesamt finanziell robust, sie haben solide Eigenkapitalquoten und starke finanzielle Reserven. Deutschlands Mittelständler sind bereit und in der Lage zu investieren", führte Schleweis aus. Der Umbau zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise mit Blick auf den Klimawandel sei "wahrscheinlich das größte Investitionsprogramm dieser Dekade". Zwei Drittel der Firmenkundenexperten der 371 Sparkassen berichten dem DSGV zufolge, ihre Firmenkunden sähen dies eher als Chance. Viele investierten bereits zum Beispiel in eine Produktion, die weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) verursacht.

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