Studie: Kryptowährung Bitcoin während Corona-Börsencrash besonders riskant

Bitcoin in Turbulenzen

Die Kryptowährung Bitcoin ist während des Corona-Börsencrashs einer Studie zufolge eine besonders riskante Anlage gewesen: Der Bitcoin habe sich als "besonders stark von den irrationalen Stimmungen an den Kapitalmärkten abhängig" gezeigt, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Universität Hohenheim. Während ein reines Dax-Portfolio demnach im ersten Quartal dieses Jahres ein Verlustrisiko von sechs Prozent hatte, stieg das Risiko bei einer reinen Bitcoin-Geldanlange auf zwölf Prozent.

Wer allein auf Bitcoins setzte, hatte im ersten Quartal dieses Jahres "ein doppelt so hohes Verlustrisiko wie andere Anleger mit einem Dax-Portfolio", erklärte Monika Gehde-Trapp, Expertin für Risikomanagement an der Universität Hohenheim. Modellrechnungen hätten ergeben, dass sich auch Mischanlagen mit steigendem Bitcoin-Anteil als zunehmend verlustträchtiger erwiesen. "Bei einem Bitcoin-Anteil von zehn Prozent im ansonsten reinen Dax-Portfolio stieg das Verlustmaß bereits um fünf Prozent. Bei einem Bitcoin-Anteil von 20 Prozent erhöhte es sich um weitere 15 Prozent", erklärte Gehde-Trapp.

Grund für das hohe Verlustrisiko sei ein Trend, der der Hoffnung auf Kryptowährungen entgegenlief, erklärte die Forscherin. "Unter turbulenten Rahmenbedingungen ziehen Investoren ihr Kapital traditionell besonders schnell aus anderen Anlagen ab, um krisenbedingte Liquiditätslücken zu schließen. Die Blockchain und Kryptowährungen bergen sicherlich große Chancen - aber nicht als sicherer Anlage-Hafen!"