Studie: Jeder fünfte Neu-Rentner ist in 20 Jahren von Armut bedroht

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Ab 2036 ist jeder fünfte Neu-Rentner einer Studie zufolge von Armut bedroht. 

Menschen, die 2015 in Rente gingen, hatten dagegen nur ein Risiko von etwa 16 Prozent, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Bertelsmann Stiftung. Als armutsgefährdet gilt jemand, dessen Nettoeinkommen unter 60 Prozent des Durchschnitt des Landes liegt. In Deutschland sind das derzeit 958 Euro.

Die Autoren der Studie sagen zudem wegen der Ausbreitung des Niedriglohnsektors und Phasen von Arbeitslosigkeit voraus, dass mehr Menschen Grundsicherung beantragen müssen. Sieben Prozent der Neu-Rentner aus den geburtenstarken Jahrgängen um 1964 könnten dann auf diese staatliche Unterstützung angewiesen sein. 2015 waren es 5,4 Prozent. Die Grundsicherung stockt die Renten regional unterschiedlich auf, liegt aber fast immer unter 958 Euro.

Das deutsche Rentensystem sei nicht ausreichend auf die steigende Zahl von flexiblen Arbeitsverhältnissen und geringen Einkommen vorbereitet, heißt das Fazit der Bertelsmann-Studie. „Wenn die Babyboomer-Generation in Rente geht, könnte es zu einem bösen Erwachen kommen“, sagte der Stiftungsvorsitzende Aart De Geus. Auf der einen Seite mache sich die Zunahme prekärer Beschäftigungen bemerkbar, auf der anderen sinke das Rentenniveau durch die demografische Entwicklung und den zusammenhängenden rentenrechtlichen Veränderungen.

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