Studie: Ein Drittel von Australiens bedrohten Tierarten werden nicht überwacht

Känguru-Insel-Schmalfußbeutelmaus

Ein Drittel der bedrohten Tierarten Australiens wird nach Angaben von Wissenschaftlern nicht ausreichend überwacht. Das fehlende Wissen gefährde die betroffenen Spezies, erklärte Sarah Legge vom Threatened Species Recovery Hub (TSRH) und Leiterin einer Studie zur Beobachtung bedrohter Tierarten am Freitag. Demnach werden 217 Spezies nicht beobachtet. "Bis wir merken, dass wir ein Problem haben, könnte es zu spät zum Handeln sein", warnte Legge.

Der Bericht umfasst Säugetiere, Vögel, Frösche, Süßwasserfische, Reptilien und Artengemeinschaften. Pflanzen und Insekten waren nicht Teil der Studie. Ohne ausreichende Beobachtung der Arten hätten Forscher keine Ahnung, ob Populationen wüchsen, schrumpften oder was diese Veränderungen verursache, erklärte Legge.

Die Studie fällt mit einem Bericht des Senders ABC zusammen, wonach die australische Regierung plant, ein Drittel des Personals der Biodiversitätsabteilung ihres Umweltministeriums zu streichen.

TSRH-Chef Brendan Wintle forderte eine nationale Anstrengung für eine verbesserte Tier-Beobachtung. "Australien braucht Investitionen und Koordination, um die Daten der Umweltüberwachung zu verwalten, aufzubewahren, zu analysieren und über sie zu berichten", mahnte die Wissenschaftlerin.