Studie: Der Vorname kann das Gehalt beeinflussen

Erfolg kann offenbar auch vom Vornamen abhängen. (Bild: ddp Images)

Laut einer Erhebung verdienen Männer mit kurzen Vornamen am meisten Geld. Vor allem wenige Silben im Namen sollen einem großen Gehaltscheck dienlich sein. Doch das ist nicht die einzige Auffälligkeit.

Der berufliche Werdegang und damit auch das Gehalt wird von vielen Faktoren beeinflusst: Etwa dem eigenen Ehrgeiz, dem Einfluss der Eltern oder auch Verhandlungsgeschick. Dass auch der Vorname etwas damit zu tun hat, welche Zahl am Ende auf dem Gehaltsscheck steht, das dürfte für viele eine Überraschung sein. Eine aktuelle Studie will aber genau das belegen.

Laut Auswertungen der Jobsuchmaschine „Adzuna“ sind vor allem kurze und prägnante Namen hilfreich für einen oberen Platz auf der Karriereleiter. So stehen Männer mit den Namen Dirk, Rainer und Jürgen an der Spitze der Gehaltslisten – mit einem Durchschnittsgehalt von rund 110.000 Euro bis 120.000 Euro. Die Plätze drei bis sechs werden von den Namen Harald, Peter und Klaus besetzt. Als Basis der Studie dient eine Stichprobe von rund 5.500 Lebensläufen, die jeweils ein Jahresgehalt von über 50.000 Euro aufweisen.

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Insgesamt lässt sich eine Analogie zwischen den Silben eines Vornamens und dem Gehalt herstellen. Obwohl auf den Plätzen zwei und drei Personen mit zweisilbigen Vornamen stehen, verdienen diese im Durchschnitt rund acht Prozent weniger Gehalt als ihre Kollegen mit einsilbigen Namen. Dreisilbige Namensträger bekommen sogar rund 18 Prozent weniger, so die Studie. Besonders auffällig ist, dass kein Name in den Top Ten drei oder mehr Silben aufweist.

Wo bleiben die Frauen?

Wesentlich problematischer ist allerdings die Tatsache, dass in den Top Ten keine Frauennamen auftreten. So deckt die Studie auch die geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschiede auf: Sabine, die weibliche Topverdienerin, landet mit einem Gehalt von rund 83.000 Euro auf Platz 23. Dieser Name hat drei Silben – bei Frauen scheint der Faktor Kurzsilbigkeit gleich höheres Gehalt also offenbar nicht zu greifen. Das Durchschnittsgehalt der Top Ten liegt bei den Männern bei rund 104.000 Euro, bei Frauen bei nur etwa 70.000 Euro.

Die Studie von Adzuna steht außerdem nicht alleine da: Auch vergleichbare Erhebungen kommen zu ähnlichen Ergebnissen, wie etwa eine Studie der Kölner Agentur Endmark oder dem amerikanischen Journal of Experimental Psychology. Letztere geht sogar einen Schritt weiter und stellt die These auf, dass lange und schwer auszusprechende Namen unbewusst auf schwierige Persönlichkeiten schließen lassen.

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