Studie: Chinesen stecken weniger Geld in europäische Firmen

STUTTGART/BERLIN (dpa-AFX) - Chinesische Unternehmen haben ihre Expansion in Europa gebremst: Firmen aus der Volksrepublik gaben im vergangenen Jahr gut 17 Milliarden Dollar (15,6 Mrd Euro) für Zukäufe und Beteiligungen an Unternehmen auf dem Kontinent aus. Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet das einen starken Rückgang von 45 Prozent. Das hat die Beratungsgesellschaft EY in ihrer regelmäßigen Untersuchung der chinesischen Investitionen errechnet.

In Deutschland nahm die Zahl der Firmenübernahmen und -beteiligungen zwar leicht von 35 auf 39 zu, wie aus der am Donnerstag in Stuttgart veröffentlichten Studie hervorgeht. Das war mehr als in jedem anderen europäischen Land. Doch da es sich zum Großteil um vergleichsweise bescheidene Transaktionen handelte, sank die Investitionssumme um mehr als die Hälfte von 10,6 auf 4,6 Milliarden.

Europaweit zogen die Aktivitäten chinesischer Firmen im zweiten Halbjahr wieder stark an, nachdem es in der ersten Jahreshälfte nur wenige Transaktionen gegeben hatte. Rein zahlenmäßig war das Minus gering: 2018 hatten die China-Fachleute bei EY 196 Firmenzukäufe und -beteiligungen in Europa gezählt, 2019 waren es 182. Doch gab es imvergangenen Jahr sehr viel weniger große Deals.