Studie belegt: Diese Lebensmittel können die Kopfschmerzen lindern

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Kann man Schmerzen wegessen? Ja, sagen Forscher:innen, die jetzt herausgefunden haben, dass bestimmte Lebensmittel die Beschwerden bei Migräne lindern können.

Lebensmitteln wie Fisch und Avocado sind voll von Omega 3 Fettsäuren
Lebensmitteln wie Fisch und Avocado sind voll von Omega 3 Fettsäuren
© nadianb

Immer wieder liest man, dass Ernährung bei Migräne eine wichtig Rolle spielen kann. Patient:innen berichten davon, dass sie bestimmte Lebensmittel als Auslöser ihrer Migräne identifizieren konnten. Vor allem Lebensmittel, die Alkohol, Koffein und Histamin enthalten, stehen im Verdacht, Migräne hervorzurufen. Eine neue Untersuchung, die von dem amerikanischen National Institutes of Health unterstützt wurde, zeigt jetzt, dass bestimmte Lebensmittel auch das Gegenteil bewirken können: Forscher:innen kamen zu dem Schluss, dass eine fisch- und pflanzenreiche Ernährung mit viel Omega-3-Fettsäuren und wenig Omega-6-Fettsäuren gegen Migräne hilft.

Lebensmittel, die Omega-3-Fettsäuren enthalten

Rund 180 Proband:innen nahmen vor ein paar Jahren an der Studie teil. Die einen wurden der Versuchsgruppe zugeordnet, die eine Ernährung reich an Omega-3-Fettäuren und arm an Omega-6-Fettsäuren erhielt, die anderen bekamen mehr Omega-6-Fettsäuren zugeführt und dafür weniger Omega-3-Fettsäuren.

Die Omega-3-Fettsäuren sind besonders in bestimmten Fischen enthalten, aber auch in zahlreichen pflanzlichen Nahrungsmitteln. Die folgenden Lebensmittel enthalten besonders viel Omega-3-Fettsäuren:

  • Leinöl und Leinsamen (53 und 20 g pro 100 g)

  • Walnussöl und Walnüsse (12 und 10 g pro 100 g)

  • Hering (2,3 g pro 100 g)

  • Lachs (2,36 g pro 100 g)

  • Thunfisch (4,21 g pro 100 g)

  • Sojabohnen (1,09 g pro 100 g)

  • Olivenöl und Oliven (0,86 g und 0,13 g pro 100 g)

  • Grünkohl (0,36 g pro 100 g)

  • Avocado (0,1 g pro 100 g)

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Die Forscher:innen der Studie nahmen den Proband:innen regelmäßig Blut ab. Dabei stellten sie fest, dass die Gruppe, die sich reich an Omega-3 ernährte, erhöhte Werte von sogenannten Oxylipinen aufwiesen. Dieser Stoff gilt als körpereigenes Schmerzmittel.

Eine Studienteilnehmerin schilderte ihre Erfahrungen gegenüber der New York Times. Nach ein paar Monaten fischreicher und Omega-6-armer Kost waren ihre Migräneattacken verschwunden."Ich hatte seit zwei Jahren keine Migräne mehr, nicht einmal eine leichte", freute sie sich über ihre ausbleibenden Kopfschmerzen. Auch weitere Proband:innen ihrer Versuchsgruppe litten unter weniger Migräneanfällen. Die Studie ist ein weiterer Beweis dafür, dass Lebensmittel die Schmerzwege beeinflussen können.

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Weltweit leiden mehr als vier Millionen Menschen an chronischer Migräne mit Kopfschmerzen an mindestens 15 Tagen pro Monat. Über 90 Prozent der Betroffenen sind während eines Anfalls, der Stunden bis mehrere Tage dauern kann, nicht in der Lage, normal zu arbeiten oder ihrem Alltag nachzugehen. Frauen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren sind besonders anfällig für Migräne. Medikamente lindern die Schmerzen oft nicht ausreichend, können aber unerwünschte Nebenwirkungen wie Benommenheit haben oder abhängig machen.

Verwendete Quelle: businessinsider.de

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