Studie behauptet: Schüler mit kleinem Freundeskreis sind als Erwachsene glücklicher

Im Fall von Freundschaften gilt laut einer Studie: weniger ist mehr. (Bild: Getty Images)

Für die meisten Menschen zählt ein großer Freundeskreis zu einem erfüllten Leben. Das gilt meist schon für die Schulzeit. Wissenschaftler haben nun aber herausgefunden: Menschen, die zu Schulzeiten sehr beliebt waren, leiden später häufiger unter Depressionen als jene mit wenigen Schulfreunden.

In einer Untersuchung des „National Institute of Child Health and Human Development“ fanden die Soziologen heraus, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Freundeskreis zu Teenager-Zeiten und dem Glück im Erwachsenenleben geben könnte. Veröffentlicht wurde die Studie im Fachjournal „Child Development“.

Wer als Heranwachsender weniger Freunde hatte, zählt später häufig zu den glücklicheren Menschen. Wer zu Schulzeiten dagegen äußerst beliebt war und sich vor Freunden gar nicht retten konnte, kämpft als Erwachsener im Durchschnitt häufiger mit Ängsten, Depressionen sowie einem geringen Selbstwertgefühl.

Ein paar tiefe Freundschaften nützen mehr als zig Bekannte. (Bild: Getty Images)

Für die Studie wurden insgesamt 169 Menschen vom 15. bis zu ihrem 25. Lebensjahr beobachtet. Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass populäre Teenager zwar viele Bekanntschaften hatten, diese aber meist nur oberflächlich verliefen. Wer weniger Freunde hatte, pflegte dagegen meist tiefergehende Beziehungen, was sich wiederum positiv auf die eigene Entwicklung auswirkte.

Laut der Studie würden Menschen, die sich zu ihrer Schulzeit großer Beliebtheit erfreuten, in der Berufswelt oft scheitern. Denn dann gehe es nicht mehr nur um Beliebtheit, sondern um andere Eigenschaften wie Charakterstärke, Disziplin, Ehrgeiz, Kreativität, Durchhaltevermögen und Kollegialität. Alles Faktoren, die man als Star des Schulhofs nicht braucht. Wer nie gelernt hat, sich unangenehmen Situationen zu stellen und ohne die Hilfe anderer auszukommen, dem wird dies laut den Studienleitern auch im späteren Leben schwer fallen.

Die Studie kann aufgrund der geringen Teilnehmerzahl nicht als repräsentativ angesehen werden – aber eine Tendenz ist dennoch ablesbar, die sich vielleicht am eigenen Freundeskreis überprüfen lässt.

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