Wohnen in Köln: Weiterer Marmalade-Parc soll Platz für 150 Studenten bieten

Auf dem Brachgelände hatte sich eine Spatzenkolonie angesiedelt.

Die Größe der Baugrube lässt erahnen, welche Dimension die Gebäude des künftigen Studentenhauses an der Weinsbergstraße haben werden.

Ein weiterer „Marmalade-Parc" entsteht zurzeit auf dem Brachgelände, über das einst mit der bereits vor Jahren abgebrochenen Eisenbahnbrücke die Güterzugverbindung von den Ehrenfelder Industrieanlagen zum Streckennetz der Bahn führte. Anstelle der Schwerindustrie soll ein Ort entstehen, der die Generation angehender Akademiker beflügeln soll.

Hartmut Gruhl, Bauherr und Architekt des Projekts, schwelgt in Erinnerung an die eigene Studentenzeit. Vor allem mochte er die Freiheit, die Inspirationen, die Unbeschwertheit jener Jahre. „Man konnte sich in so vielem bilden, wie in einem Studium generale", meint er. Mit seinen Häusern für Studenten will er ihnen vor Augen führen, „dass Vielfältigkeit und Originalität die richtige Basis zur Bewältigung von anstehenden Problemen bilden". Zum Ausdruck sollen die Vielfalt in der Architektur kommen. Die wird mit Sichtbeton und Metallfassade nach außen wie eine Skulptur wirken.

Im Inneren sollen Wohlfühlatmosphäre und Identifikation der Bewohner mit dem Gebäude die bestimmenden Faktoren sein. Sieben Stockwerke hoch sind die beiden miteinander verbundenen Gebäude. Die einzelnen Etagen sind über ein zentrales Treppenhaus erreichbar. Es gibt Platz für rund 150 Studenten, die in Wohngemeinschaften für zwei bis fünf Mitbewohner leben.

Auflagen wegen Spatzenkolonie in Büschen

Bevor im Mai der Bau des ambitionierten Projekts mit dem wohlklingenden Namen starten konnte, gab es Misstöne. Die lange Phase, in der auf dem Grundstück nichts geschah, hatte eine Brache entstehen lassen mit zahlreichen Büschen.

Die waren ein beliebter Aufenthaltsort für eine Spatzenkolonie. Anwohner, Bezirkspolitiker und der Bund für Umwelt- und Naturschutz erreichten über das Umweltamt Bauauflagen, wie das Anpflanzen neuer Büsche und die Schaffung von Nistmöglichkeiten für die Haussperlinge, aber auch nicht störende Außenbeleuchtung.

Ob die Spatzen auf das Gelände jemals zurückkehren werden, wenn der Marmalade-Parc Voraussichtlich zum Wintersemester 2018/19 bezogen wird, bleibt abzuwarten....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta