Studentenwerk fordert zusätzlich zwei Milliarden bei Bafög-Reform

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Das Deutsche Studentenwerk fordert die Bundesregierung auf, die geplante Bafög-Reform im kommenden Jahr umzusetzen und dafür zwei Milliarden Euro zusätzlich bereitzustellen. "Die Ampel-Koalition muss jetzt ein Paket von zwei Milliarden Euro zusätzlich im Jahr schnüren, mit dem sie im Wintersemester 2022 eine erste Trendwende einleitet", sagte der Generalsekretär der Organisation, Matthias Anbuhl, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). Das Studentenwerk ist für die Abwicklung der allgemeinen Studienförderung zuständig.

"In Deutschland haben wir beim Studium längst ein Mittelschicht-Problem", erläuterte Anbuhl. Obwohl beide Eltern arbeiteten, könnten sich viele Familien mit unterem mittlerem Einkommen das Studium der Kinder kaum leisten. "Deshalb müssen wir mit dem Bafög wieder mehr Menschen erreichen."

Die Regierungspartner SPD, Grüne und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, das Bafög neu auszurichten und die Freibeträge deutlich zu erhöhen. "Außerdem werden wir u.a. Altersgrenzen stark anheben, Studienfachwechsel erleichtern, die Förderhöchstdauer verlängern, Bedarfssätze auch vor dem Hintergrund steigender Wohnkosten anheben, einen Notfallmechanismus ergänzen und Teilzeitförderungen prüfen", heißt es darin. Der Darlehensanteil des Bafög soll gesenkt werden.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.