Student wird wegen Turban aus Bar geworfen

Ein Student der Rechtswissenschaften geht mit seinen Freunden in eine Bar. Sie reden, sie trinken, sie benehmen sich anständig und lassen sich nichts zuschulden kommen. Trotzdem bekommt der Student Ärger mit einem Türsteher. Der Grund: Der Mann stört sich am Turban des Gastes.

Wegen seines Turbans musste ein junger Student die Bar verlassen (Bild: Getty Images)

“Keine Kopfbedeckungen“ lautet eine Regel, die angeblich in einer Bar in Mansfield im britischen Nottinghamshire gilt. Und genau deshalb bekam der 22-jährige Jurastudent Amrik Singh Ärger, als er dort mit seinen Kumpels unterwegs war. Wie die “BBC“ berichtet, befand sich die Gruppe bereits eine halbe Stunde in der Rush Bar, als plötzlich ein Türsteher auf Singh zukam und ihn aufforderte, seinen Turban abzunehmen.

Nun ist ein Turban ja kein X-beliebiger Hut oder ein Käppi, das man aus rein modischen Gründen aufsetzt. Singh ist ein Anhänger der Sikh-Religion und trägt seine Kopfbedeckung aus religiösen Gründen. Genau das erklärte er auch dem verantwortlichen Bar-Chef, den er schließlich sprechen wollte, nachdem er bei dem Türsteher nicht weitergekommen war. Das belegt folgender Audio-Mitschnitt des Gesprächs:

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Doch auch der zeigte sich uneinsichtig und verbot dem Studenten sogar, seine Bar je wieder zu betreten. Der “BBC“ sagte Amrik Singh: “Diese Erfahrung hat mir den Abend ruiniert. Sie hat mir mein Herz gebrochen.“ Trotz allem sei er froh, dass er im Gegensatz zu anderen in der glücklichen Lage sei, für seine Rechte einzustehen und auch das nötige Selbstbewusstsein dazu habe. Nach dem Bericht der “BBC“ hat sich das Management der Bar für das “absolut inakzeptable“ Verhalten des Personals entschuldigt, das mittlerweile entlassen worden sei.