Struff: DTB-Team gegen Kanada „definitiv der Außenseiter“

Tennisprofi Jan-Lennard Struff schätzt die Chancen des deutschen Teams bei den Davis-Cup-Finals im Viertelfinale gegen Kanada gering ein.

„Wir sind in Malaga definitiv der Außenseiter“, sagte Struff im Interview mit dem Deutschen Tennis-Bund (DTB): „Aber wir müssen uns wirklich nicht verstecken und an unsere Chance glauben. Dann können wir auch gegen Kanada etwas reißen.“ (NEWS: Alles zur ATP)

Für die Nordamerikaner spielt neben Denis Shapovalov auch der derzeit so formstarke Felix Auger-Aliassime. Der Gegner habe ein "unglaublich gutes Team. Das muss man einfach anerkennen", sagte Struff. Die DTB-Auswahl zeichne vor allem der Teamspirit aus. "Wir haben das schon im vergangenen Jahr bei den Finals in Innsbruck unter Beweis gestellt, dass diese besondere Energie, die wir im Team haben, große Kräfte freisetzen kann", sagte der Warsteiner.

Das Viertelfinale findet am 24. November statt. Für Deutschland sind neben dem 32-jährigen Oscar Otte (Köln), Yannick Hanfmann (Karlsruhe) sowie die Doppel-Asse Tim Pütz (Frankfurt) und Kevin Krawietz (Coburg) für die Endrunde in Spanien nominiert. Alexander Zverev (Hamburg) fehlt weiter wegen der Folgen einer Knöchelverletzung.

Der Traditions-Wettbewerb Davis Cup wird seit 2019 im zusammengestauchten und umstrittenen Modus mit einem Finalturnier ausgetragen. Im Vorjahr war das deutsche Team im Halbfinale ebenfalls ohne Zverev am späteren Sieger, der Auswahl des russischen Tennisverbandes, gescheitert.