Streit zwischen Armenien und Aserbaidschan: Putins Vermittlungsversuch

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in Sotschi den armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew empfangen. Ziel ist die Aushandlung eines Friedensabkommens der beiden Nachbarländer, deren gegenläufige Gebietsansprüche 2020 zu einem sechswöchigen Krieg führten.

„Bisher gibt es kein Friedensabkommen"

„Bisher gibt es kein Friedensabkommen und es ist zu früh, über seine grundlegenden Bestandteile zu sprechen. Es gibt noch Dinge, für die auf beiden Seiten durch die Vermittlung anderer Länder, darunter Russland, eine Einigung gefunden werden sollte, wenn beide Seiten das wollen“, so Putin.

Der Krieg 2020 wurde durch ein von Russland vermitteltes Friedensabkommen beendet, das unter anderem das Abtreten von Gebieten an Aserbaidschan enthielt, die zuvor in armenischer Hand waren.

Im September 2022 brachen aber erneut Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan aus. Beide Seiten gaben sich dafür gegenseitig die Schuld.

Streit dauert seit Langem an

Der Streit zwischen den Nachbarländern, in dessen Mittelpunkt die Region Bergkarabach steht, dauert seit Langem an. Im Zuge des Zusammenbruchs der Sowjetunion wurde er ab September 1991 mit Waffengewalt ausgetragen. Eine 1994 geschlossene Einigung beendete zunächst die Feindseligkeiten, behob aber nicht die Ursachen.