Streit um Wildpinkler: Stadt verteidigt Bepflanzungspläne an Severinstorburg

Die Idee, dort Wein anzubauen, ist nach Angaben der Stadt vom Tisch.

Eine kleine Grünfläche an der Severinstorburg in der Kölner Südstadt sorgt weiter für Ärger. Statt Weinreben, wie es die Bezirksvertretung Innenstadt plant und am Donnerstag beschließen wollte, lässt das Liegenschaftsamt als Verwalter der Torburg seit Wochenbeginn auf dem kleinen Hang schlichte Bodendecker pflanzen – sehr zum Unmut von Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne). Er befürchtet, die Böschung werde dadurch attraktiv „für all die Wildpinkler, die wir doch gerade da nicht mehr haben wollten“.

Stadt rechtfertigt ihr Vorgehen

Am Dienstag hat die Stadtverwaltung ihr Vorgehen gerechtfertigt. Die Idee, dort Wein anzubauen, sei nach interner Prüfung abgelehnt worden, weil das Wildpinkeln dadurch „nicht vereitelt, sondern sogar gefördert werde“.

Mit der Neugestaltung setze die Verwaltung zudem einen Beschluss der Bezirksvertretung vom April 2016 um, heißt es in der Mitteilung des Presseamtes weiter. Damals habe die Bezirksvertretung beschlossen, den Wildwuchs am Rest der Stadtmauer zu entfernen.

Das Pflanzkonzept sei „in enger Abstimmung mit dem Stadtkonservator“ entwickelt worden. Ziel sei es, das historische Gemäuer gut zur Geltung kommen zu lassen und zugleich Wildpinkler möglichst fernzuhalten. Die niedrigen Bodendecker gewährleisteten, dass die Grünfläche gut einsehbar sei, zudem erschwere ein eiserner Zaun den Zutritt. (jp, pb)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta