Streit um Wahlausgang in Kenia: Mindestens zwei Tote

In Kenia hat die Polizei zwei Demonstranten erschossen. Zu den Protesten in einem Slum von Nairobi war es nach der Präsidentschaftswahl am Dienstag gekommen. Die Demonstranten verbrannten Autoreifen und riefen “Uhuru muss gehen”.

Oppositionsführer und Präsidentschaftskandidat Raila Odinga hatte zuvor von Wahlbetrug gesprochen. Hacker hätten die Computersysteme der Wahlkommission angegriffen und die Ergebnisse manipuliert:

“Die Ergebnisse der Präsidentenwahlen sind ein Betrug: er beruht darauf, dass Uhuru Kenyatta fälschlicherweise mehr Stimmen zugerechnet bekam.”

“Wir brauchen ein eigenes Ermittlungssystem. Wir werden diese Vorwürfe systematisch überprüfen”, sagte Wafula Chebukati von der unabhängigen Wahlkommission, die die Wahlen überwacht hatte.

In den Hochrechnungen lag Kenyatta mit rund 55 Prozent der Stimmen vor Odinga, den rund 44 Prozent wählten. Kenyatta und Odinga hatten sich einen harten Wahlkampf geliefert, bereits 2013 waren die beiden gegeneinander angetreten. Odinga kandidiert bereits zum vierten Mal für das höchste Amt im Staat.

Auf Twitter erklärt Odinga, dass sich “Personen Zugang zur Datenbank der Wahlkommission verschafft haben” und dass sie “für die Kenianer entscheiden, wer ihr Staatschef wird.”

We know some persons gained entry into the IEBC Election Management Database & took over the mandate of Kenyans to choose leaders.— Raila Odinga (@RailaOdinga) August 9, 2017