Streit um TXL: Rot-Rot-Grün mit Rissen: Müller irritiert seine Partner

Gute Stimmung sieht anders aus: Michael Müller (SPD, r.), Ramona Pop (Grüne) und Klaus Lederer (Linke)

Es hätte so schön sein können. Gemeinsam hatten sie am Ende doch noch gekämpft für das Ziel, den Volksentscheid zum Flughafen Tegel doch noch zu gewinnen. Wohl selten standen die Spitzen von SPD, Linken und Grünen so geschlossen zusammen wie in der emotional aufgeladenen Debatte über die Frage, ob der alte Stadtflughafen nicht doch besser offen bleiben sollte. Nach längerem Zögern hatte sich auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller entschieden, für seine SPD gegen die Tegel-Freunde zu kämpfen. Nachdem die Aufholjagd aber am Wahlabend mit einer 41- zu 56-Prozent-Pleite endete, sorgt der Umgang mit dem Thema für neue Wirren im Regierungsbündnis.

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Als Müller Donnerstag im Abgeordnetenhaus ans Rednerpult trat, hatten seine Vorredner aus dem Koalitionslager sich den erwarteten Schlagabtausch mit den "Tegelrettern" Sebastian Czaja (FDP) und dem in Sachen Flughafen-Offenhaltung eher spät berufenen Florian Graf (CDU) geliefert. Der Christdemokrat musste sich den Schlingerkurs seiner Partei zu Tegel vorhalten lassen, dem Liberalen warfen sie unverantwortliche Politik vor. Alles normal so weit.

Als Müller aber seinen Fünf-Punkte-Plan für den Umgang mit dem Volksentscheid vortrug, wechselten Linke-Fraktionschef Udo Wolf und seine Grünen-Kollegin Antje Kapek mehrfach verwunderte Blicke, zogen fragend die Schultern hoch. Denn was Müller ankündigte, war mit den Koalitionspartnern nicht abgesprochen. Zwar hatten...

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