Streit um Gilliams Quijote-Verfilmung erreicht Cannes

Streit um Gilliams Quijote-Verfilmung erreicht Cannes

Seit fast zwei Jahrzehnten will der US-britische Regisseur Terry Gilliam seinen Don-Quijote-Film auf die Leinwände bringen - in rund einer Woche könnte es beim Filmfestival in Cannes so weit sein. Allerdings versucht der Ex-Produzent des Films, Paulo Branco, die weitere Ausstrahlung zu verhindern. Der Portugiese sieht seine "exklusiven Rechte" daran verletzt.

Gilliam, der als Mitbegründer der britischen Komiker-Gruppe Monty Python bekannt wurde, streitet sich schon länger mit Branco um die Rechte an "The Man Who Killed Don Quixote". Das Filmfestival Cannes will den Streifen nun erstmals am 19. Mai als Abschlussfilm zeigen.

Das Kinozentrum in Frankreich (CNC) hatte entschieden, dass der Film nach der Ausstrahlung an der Croisette auch in die französischen Kinos darf. Dagegen will Branco nun juristisch vorgehen, wie seine Produktionsfirma am Donnerstagabend mitteilte.

Gilliam drehte den Film im vergangenen Jahr für 16,3 Millionen Euro. Branco gibt an, nach dem Kauf der Rechte vor zwei Jahren hunderttausende Euro in das Projekt investiert zu haben. Das bestreitet Gilliam allerdings.

Seit fast 20 Jahren wird die Produktion und Ausstrahlung des Films durch eine Reihe unglücklicher Umstände verhindert; unter anderem wurde das Filmset im Jahr 2000 weggeschwemmt und der damals angedachte Hauptdarsteller Jean Rochefort musste krank abtransportiert werden. Hollywood-Stars wie Ewan McGregor oder Johnny Depp waren an den verschiedenen Versuchen beteiligt, den Film in die Kinos zu bringen.