Streit mit Nordkorea: Donald Trump bereit zu Gesprächen

Streit mit Nordkorea: Donald Trump bereit zu Gesprächen

Donald Trump und der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un sprachen bisher nur über- und nicht miteinander. Die beiden Machthaber sparten dabei nicht mit gefährlicher Kriegsrhetorik. Bei einer Pressekonferenz am Samstag in Camp David weicht der US-Präsident nun vom Säbelrasseln ab. Er stehe für direkte Gesprächen mit Nordkorea zur Verfügung.

"Natürlich würde ich das tun, ich habe überhaupt kein Problem damit", so Trump auf Nachfrage eines Reporters, ob er zu einem Telefonat bereit sei. "Ich glaube immer an Gespräche", zeigt sich der 71-Jährige diplomatisch.

In den vergangenen Monaten hatten sich Donald Trump und Kim Jong Un einen heftigen, verbalen Schlagabtausch geliefert. Trump bezeichnete Kim als "kleinen Raketenmann", beide stritten zudem darum, wessen Atomknopf größer und machtvoller sei.

Den jüngsten Aussagen von Donald Trump gingen die Pläne Südkoreas voraus, mit dem nördlichen Nachbarn Gespräche aufzunehmen. Die beiden Nationen treffen sich am nächsten Dienstag in einem Grenzort, um unter anderem über eine mögliche Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen zu sprechen. Die sportlichen Wettkämpfe starten im Februar im südkoreanischen Pyeongchang.

Der US-Präsident befürwortet den Schritt und unterstreicht laut der Nachrichtenagentur Reuters: "Wenn ich mich nicht eingemischt hätte, würden sie nicht miteinander sprechen." Sollte etwas aus den Gesprächen herauskommen, wäre das eine "große Sache für die gesamte Menschheit".