Streiks in Frankreich lähmen öffentlichen Dienst

In mehreren französischen Städten haben Demonstrationen gegen die Pläne von Präsident Emmanuel Macron stattgefunden, im öffentlichen Dienst Stellen zu streichen. Der Flugverkehr wurde dadurch massiv beeinträchtigt.


Streiks gegen die Arbeitsmarktreformen von Präsident Emmanuel Macron haben in Frankreich Schulen, Krankenhäuser und den Flugverkehr beeinträchtigt. Die Fluggesellschaft Air France teilte am Dienstag mit, dass wegen eines teilweisen Ausstands der Fluglotsen etwa ein Viertel der Inlandsflüge ausfallen werde. Langstreckenverbindungen von und nach Paris würden aber bedient. Bei der Bahn wurde mit keinen größeren Einschränkungen gerechnet.

Das Bildungsministerium teilte mit, etwa 17 Prozent der Lehrer seien in den Streik getreten. Einige Schulküchen und Kindergärten seien geschlossen. In Paris hätten sich mancherorts Schüler mit den Lehrern solidarisiert und die Eingänge zu höheren Schulen blockiert. In Paris und anderen Städten kam es zu Demonstrationen.

Neun Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes hatten zu dem Streik aufgerufen. Sie beklagen, dass Macron strengere Regeln bei Krankmeldungen einführen, Gehälter einfrieren und über die kommenden fünf Jahre Stellen im Öffentlichen Dienst abbauen will.



In den vergangenen Wochen hatte es eine Reihe von Demonstrationen gegen die Arbeitsmarktpläne gegeben. Macron sieht in den Reformen den ersten Schritt zu einer tiefgreifenden Änderung der antiquierten Arbeitsgesetze und einem wirtschaftlichen Aufschwung. Seine politischen Gegner und Gewerkschaften befürchten eine Aufweichung des Arbeitnehmerschutzes.

Der Generalsekretär der linken Gewerkschaft FO, Jean-Claude Mailly, forderte Macron auf, seine Sparpolitik auf Kosten der öffentlich Angestellten zu beenden. Die Gewerkschaft CGT rief für kommende Woche zu neuen Streiks und Protesten auf.